Shell richtet schwere Umweltschäden in Sachalin an

Freitag, September 29, 2006
Sachalin
Verwüsteter Meeresboden bei einer Gasverflüssigungsanlage, zerstörte Waldgebiete und Flussbetten durch rücksichtsloses Vorgehen beim Legen von Pipelines - die Bauarbeiten des von Shell angeführten Energie-Konsortiums auf der Halbinsel Sachalin im Osten Russlands verursachen verheerende Umweltschäden.
Oleg Mitwol, stellvertretender Leiter der russischen Umweltbehörde, begutachtet zur Zeit die verursachten Umweltschäden vor Ort. Dazu eingeladen hat er 50 Journalisten aus vielen Ländern und Vertreter von Umweltschutzorganisationen, darunter den IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). Die Missachtung russischer Umweltrichtlinien und –gesetze führte bereits letzte Woche dazu, dass die Umweltbehörde ihre umweltrechtliche Genehmigung widerrief. 

„Die Ausmaße der Zerstörung sind schockierend, so hatte ich das nicht erwartet,“ beschreibt Dr. Ralf Sonntag, Meeresexperte und Leiter vom IFAW Deutschland. „Meterhohe Erdmauern, auf die Bäume neben der Pipeline-Trasse geschüttet, zerstören den Urwald. Auch die Laichgründe der Lachse sind in Mitleidenschaft gezogen. Ohne Umsicht wird hier vorgegangen, eine empfindliche Landschaft zerstört.“

Zudem befürchten Umweltexperten, dass die Pipelines durch die sich stark verschiebenden Flüsse im Frühjahr, die großen Wassermassen und den häufigen Erdbeben diesen Belastungen nicht standhalten werden. Dies hätte auch verheerende Auswirkungen auf die letzten Ostpazifischen Grauwale vor der Küste.

Der IFAW  klagte mit anderen Umweltschutzorganisationen gegen die umweltrechtliche Genehmigung  für das Projekt.

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