Weiterbildungsseminar für Brandenburger Förster

Dienstag, September 19, 2006
Neustadt/Spree
Wo und wie leben Wölfe? Wie erkennt man die Spuren eines Wolfs? Wie wirkt sich die Anwesenheit von Wölfen auf das Wild im Wald aus? Antworten auf diese und weitere Fragen werden sich Brandenburger Förster jetzt in einem eintägigen Seminar in Neustadt/Spree von Experten geben lassen.
Wölfe waren in Deutschland ausgerottet, und damit gingen auch Kenntnisse verloren. Mittlerweile sind Wölfe in Europa dabei, ehemalige Lebensräume wieder zu besiedeln. Inzwischen gibt es in der sächsischen Lausitz seit dem Jahr 2000 wieder regelmäßig Wolfsnachwuchs. Rund 20 Tiere leben derzeit in der Lausitz nahe der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg.
 
Wölfe sind streng geschützt. Bei ihrem Wiedereinwandern in eine Kulturlandschaft ist ein besonderes Management unumgänglich.
 
Deshalb hält es das Brandenburgische Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) für zweckmäßig, zur Unterstützung der für das Wolfsmanagement zuständigen Stellen im Brandenburgischen Landesumweltamt die flächendeckend präsente Branden-burgische Forstverwaltung dabei mit einzubeziehen.
 
In jedem der 10 Ämter für Forstwirtschaft wird ein Förster speziell auf diese Problematik vorbereitet. Das Rüstzeug dafür liefert das Weiterbildungsseminar in Neustadt/Spree, das vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) finanziert wird. Zum Seminar gehört neben einem theoretischen auch ein praktischer Teil mit einer Exkursion in das Neustädter Wolfsrevier zur Spurenerkennung im Gelände.
 
Der IFAW engagiert sich seit vier Jahren für die deutschen Wölfe. Er hat Monitoring-Arbeiten und Studien finanziert, die Aufstellung von Schau- und Informationstafeln, Vorträge und das in großer Auflage gedruckte Faltblatt „Wölfe vor unserer Haustür“ (in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft).

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Pressekontakt

Ulrich Schnapauff (IFAW, Germany)
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