Holländischer Zoll beschlagnahmt Elefantenteile

Mittwoch, Februar 23, 2005
Amsterdam
Die Fracht war so ungewöhnlich wie illegal. Sie bestand aus 22 Beinen von Elefanten, 8 Stoßzähnen, drei Schwänzen, einem Schädel und einer vollständigen Elefanten-Haut.
Der holländische Zoll kam ihr, wie der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) erfuhr, auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol auf die Spur. Die Elefanten-Teile wurden beschlagnahmt. Sie waren aus Afrika eingetroffen und sollten nach Spanien, Portugal und in die Tschechische Republik gehen.
 
Der Afrikanische - ebenso der Asiatische - Elefant steht international unter Schutz.  Der Handel ist verboten.  Ausnahmen sind selten. Sie kann nur das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (WA, englisch CITES) genehmigen. Diese Fälle müssen dann aber seriös dokumentiert sein. Der Fund in Holland hatte keine Dokumente.
 
Europäische Behörden stießen in den letzten Monaten wiederholt auf illegale Lieferungen. 
 
Im November 2004 beschlagnahmte britische Polizei 142 Elefanten-Produkte. Im Juli waren in Spanien drei Tonnen Elfenbein und 110 Kilo Elefanten-Haare sichergestellt worden. Die Haare waren zu Schmuck verarbeitet.      
 
„Diese Fälle zeigen uns, dass der verbotene Handel in Europa offenbar weit verbreitet ist. Auf die Bestände der Elefanten in Afrika und Asien hat er verheerende Auswirkungen. Deswegen ist der Internationale Tier-schutz-Fonds gegen jede Art von Ausnahme,“ erklärt Peter Pueschel, der beim IFAW für die Belange des Washingtoner Artenschutz-Überein-kommens zuständig ist.

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