Furcht vor Tollwut - IFAW impft 2.000 Hunde

Donnerstag, Januar 27, 2005
Hamburg
Ein wachsendes Problem und eine gesundheitliche Gefahr für Menschen stellt die große Zahl herrenloser Tiere an der verwüsteten Südküste Sri Lankas dar.
Ein 20-Mann-Nothilfeteam des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) hat in einem 50 Kilometer langen Küstenstreifen bei der Stadt Galle Tausende von Ziegen, Rindern, Hunden und Katzen aufgegriffen und behandelt: hauptsächlich Erkrankungen des Verdauungstrakts, Schnitt-wunden und Brüche. Mehr als 2.000 Hunde wurden gegen Tollwut geimpft.
 
Bei der Zusammenarbeit mit örtlichen Stellen und Veterinären stellte sich heraus, dass die Impfung gegen Tollwut Vorrang haben soll. „Tollwut kann auch auf Menschen übergreifen,“ teilt der IFAW-Tierarzt Dr. Ian Robinson mit. „Auf einen tollwütigen Hund sind wir schon gestoßen.“ Alle geimpften Hunde werden durch ein rotes Halsband gekennzeichnet.
 
Das IFAW-Team fährt das verwüstete Küstengebiet mit zwei mobilen Kliniken ab. „Wir gehen ganz früh auf die Suche und wieder gegen Abend, denn in der Mittagshitze lässt sich kein Tier blicken,“ berichtet der Tierarzt Dr. Ashoka Dangolla, der sonst an der Peradeniya-Universität lehrt.
 
„In den Trümmern treffen wir immer wieder auf Kadaver - das sind Tiere, die angebunden oder eingepfercht waren, als die Tsunami-Welle hereinbrach. 38.000 Menschen kamen um. Zahlreiche Tiere haben sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, aber viele von ihnen haben ihren Halter und ihr Zuhause verloren,“ so Dangolla. 
 
Nebenbei konnte das Team ein Schutzprojekt für Meeresschildkröten unterstützen. Die Bewacher der Brutstrände hatten ihre Unterkünfte verloren. Der IFAW stiftete zwei robuste Zelte.
 
Zwei IFAW-Nothilfeteams haben an der indischen Ostküste, Distrikt Cuddalore, mehr als 5.000 Tiere behandelt. Ein weiteres Team ist in Thailand unterwegs.

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Kampagnenberater
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