Staat New York zerstört fast zwei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein

Donnerstag, 3 August, 2017
Hamburg

Heute um 10.30 Uhr Ortszeit vernichtet die Umweltbehörde des Staates New York (DEC) fast zwei Tonnen beschlagnahmtes, illegales Elfenbein. Stoßzähne, Schnitzereien, Statuen, Schmuck und andere dekorative Gegenstände werden im Central Park öffentlich zermalmt. Damit sendet der Staat New York eine klare Botschaft, Umweltverbrechen nicht zu tolerieren, die zur Auslöschung der schwindenden Elefantenpopulationen beitragen.

„So wie hier symbolisch das Elfenbein vernichtet wird, muss auch die Nachfrage nach Elfenbeinprodukten systematisch beendet werden“, so Robert Kless, Leiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Die USA sind nach wie vor einer der größten Konsumenten von Elfenbeinprodukten weltweit und verursachen eine große Nachfrage.“

Eine im Juli 2017 veröffentlichte Studie von TRAFFIC, WWF und IFAW untersuchte den Elfenbeinmarkt in sechs US-Großstädten, darunter New York. Gegenüber früheren Erhebungen ist der Handel signifikant zurückgegangen, dennoch fanden die Rechercheure innerhalb von fünf Tagen 224 Elfenbein-Angebote bei 41 Händlern. Die Autoren des Reports vermuten, dass kürzlich eingeführte strengere Handelsbeschränkungen zur Abnahme des Handels führen, fürchten aber auch, dass sich ein Teil des Geschäfts ins Internet verlagert hat.

Die Elfenbeinzerstörung wird vom New York State Department of Environmental Conservation (DEC), dem IFAW (International Fund for Animal Welfare), WCS (Wildlife Conservation Society) und einer Koalition von anderen Naturschutzorganisationen mit Unterstützung von Tiffany & Co organisiert.

Etwa 20.000 Elefanten werden jedes Jahr wegen ihres Elfenbeins getötet. Auch die EU hat einen Anteil am Elfenbeinhandel, der die Elefanten-Populationen in bedrohlichem Ausmaß dezimiert.  Zwischen 2006 und 2015 war die EU mit Abstand der größte Elfenbeinexporteur weltweit. 2014 und 2015 exportierte die EU 1258 Stoßzähne, mehr als in den vorherigen acht Jahren zusammen.

 

Deshalb fordert der IFAW mit seiner Kampagne #NoIvoryInEU die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten dazu auf, den Handel mit allen Elfenbeinprodukten zu verbieten.
 

 

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