Zeitungskommentar nimmt Befürwortern des Elfenbeinhandels Wind aus den Segeln

In der New York Times erschien heute ein Meinungsbeitrag mit der Überschrift „Elefanten-Wilderei und die, die sie ermöglichen“.

Auch wenn es in dem Artikel natürlich in erster Linie um die bösen Jungs geht, wird darin auch auf die traurige Tatsache verwiesen, dass normale Verbraucher ebenfalls einen erheblichen Anteil zum Töten von Elefanten beitragen.

Angesichts der enormen Mengen an Elfenbein im weltweiten Umlauf scheinen Bemühungen zur Eindämmung des illegalen Handels beinah wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Thailändische Behörden etwa gaben erst heute wieder bekannt, dass in Bangkok eine halbe Tonne Elfenbein beschlagnahmt wurde. Noch ist unklar, ob das Elfenbein in Thailand bleiben oder nach China weiterreisen sollte, wo man Elfenbein mittlerweile sogar schon als „weißes Gold“ bezeichnet.

Dem Internationalen Tierschutz-Fonds ist der Schutz der Elefanten ein sehr großes Anliegen. Wir sind der Meinung, dass angesichts der riesigen Bedrohung, die der illegale genau wie der legale Elfenbeinhandel für das Leben der Elefanten darstellt, weitaus mehr getan werden muss, um Wilderei zu unterbinden und die Nachfrage nach Elfenbein zu drosseln.

Um die Elefanten zu retten, reicht es nicht aus, nur den Verkauf von Elfenbein zu verbieten.

Der IFAW vertritt die Ansicht, dass in zwei wesentlichen Bereichen des Elefantenschutzes einfach viel mehr passieren muss: Zum einen müssen die Ranger vor Ort bei der Sicherung der Lebensräume für Elefanten verstärkt unterstützt werden, und zum andern müssen Verbraucher noch besser darüber aufgeklärt werden, dass die scheinbar unstillbare Nachfrage nach Elfenbein unweigerlich dazu führt, dass Elefanten getötet werden.

Unser Ziel ist es, die Elefanten zu schützen.

Deshalb müssen auch die Airlines endlich aufwachen, die die illegalen Elfenbeinladungen transportieren. Der IFAW wird auch an sie appellieren, Ladungen, die von Afrika nach Asien verschickt werden, gründlicher zu prüfen.

Von denjenigen, die vor kurzem noch laut posaunten, dass der Elfenbeinhandel heutzutage doch längst unter Kontrolle und zudem eine tolle Finanzierungsmöglichkeit für den Elefantenschutz sei, höre ich allerdings plötzlich keinen Mucks mehr.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien