Weiterer schwerer Schlag für Robbenjagdindustrie in der EU

Der Internationale Tierschutzfonds kann die gute Nachricht vermelden, dass der Europäische Gerichtshof eine Anfechtung des EU-weiten Handelsverbots für Robbenprodukte zurückgewiesen hat.

Die Klage, die von einigen zentralen Akteuren der kanadischen und norwegischen Robbenjagdindustrie sowie Inuit-Vertretern eingereicht worden war, hatte zum Ziel, die Verordnung, dank derer der Vertrieb von Robbenprodukten aus der kommerziellen Robbenjagd EU-weit verboten worden war, rückgängig zu machen.

Das Gericht entschied, dass die Klage unzulässig war, da sie keine ausreichende rechtliche Grundlage hatte und die Kläger nicht in ausreichendem Maße direkt von der Verordnung betroffen waren.

Ein zweiter Klageantrag der gleichen Gruppierung mit dem Ziel, die herrschenden Voraussetzungen für den Vertrieb von Robbenprodukten auf dem EU-Markt anzufechten, ist noch zur Anhörung vor dem Gericht anhängig.

Dies ist nur eine von vielen Klagen, die zukünftig noch gegen das EU-Handelsverbot eingereicht werden, doch ihre Zurückweisung ist ein sehr wichtiger Schritt zur Bekräftigung der wichtigen Verordnung, für die wir uns so vehement stark gemacht haben.

Das IFAW-Robbenteam in der EU wird das EU-Verbot und den hart erkämpften Sieg für die Robben weiterhin verteidigen. Unsere Teams in aller Welt setzen sich dafür ein, dass die Nachfrage nach Robbenprodukten sinkt, Märkte kleiner werden und die Grausamkeiten an den Robben an die Öffentlichkeit gelangen.

Sich Regierungen und millionenschweren Industriezweigen entgegenzustellen, ist niemals einfach, aber das Scheitern der Klage ist ein kleiner Sieg, über den Sie sich hoffentlich gemeinsam mit mir freuen.

- Sheryl Fink

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Experten

Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Robbie Marsland, Regionaldirektor Großbritannien
Regionaldirektor Großbritannien
Sheryl Fink, Direktorin Wildtier-Kampagnen, IFAW Kanada
Direktorin Wildtier-Kampagnen, IFAW Kanada
Sonja Van Tichelen, Regionaldirektorin Europäische Union
Regionaldirektorin Europäische Union