VIDEO: True Blood-Star Kristin Bauer mit dem IFAW im Amboseli-Nationalpark

Ich schreibe das hier an meinem letzten Tag im Amboseli-Nationalpark, im Schatten des Kilimandscharo.

Es war bis jetzt eine eindrucksvolle Reise voller wilder Tiere und toller Menschen, die diese Tiere schützen; und all das mitten in dieser wunderschönen Landschaft, von der ich schon lange geträumt habe.

Amboseli ist eine flache Savanne, das helle Gras aus der Trockenzeit hebt sich in starkem Kontrast zum sattgrünen Blätterdach der Akazien ab. Hier bekommt man sehr leicht Wildtiere zu Gesicht; am besten in den kühleren Morgen- und Abendstunden, wenn die Tiere aktiver sind.

Ich hatte zwar schon gehört, dass die Kenianer ein unvergleichliches Volk sind, und doch war ich immer noch überwältigt von ihrer Warmherzigkeit, Aufrichtigkeit und Natürlichkeit, und ich glaube, wenn alle Menschen ein wenig mehr wie Kenianer wären, dann wäre die Welt ein besserer Ort. Kenia und seine Menschen haben so etwas Authentisches, das einen ganz tief in der Seele berührt. Ich fühle mich, als wäre ich hier zu Hause angekommen, und ich weiß, dass ich auf jeden Fall zurückkehren werde – wenn ich es überhaupt von hier wegschaffe!

Ich habe hier in Amboseli Zeit mit ein paar Leuten verbracht, die für den Schutz dieses wichtigen Ökosystems unglaublich viel tun – mit James Isiche, Leiter vom IFAW Ostafrika, der meine Leidenschaft für die Elefanten entfacht hat und auch die Idee zu dem Dokumentarfilm hatte; mit Jason Bell, Leiter des IFAW Südliches Afrika und des Elefanten-Programms; und mit den IFAW-Experten, die das ehrgeizige Amboseli-Projekt des IFAW betreuen.

Die kenianische Naturschutzbehörde Kenya Wildlife Service veranstaltete im Hauptgebäude des Parks eine feierliche Übergabe von drei neuen Geländewagen durch den IFAW, mit denen die Ranger im Park patrouillieren, Wildtiere vor Wilderern schützen und dabei helfen können, Konflikte zwischen Mensch und Tier zu schlichten.

Ich begriff, wie wichtig diese neuen Fahrzeuge sind, als ich zuvor einem Team von Automechanikern dabei zugesehen hatte, wie sie einen uralten Truck reparierten. Diese Ranger sind wahre Helden, die ihr Leben riskieren, um wilde Tiere zu schützen, und sie verdienen für ihre Arbeit nur die beste Ausrüstung.

Julius Kipng’etich, Leiter des Kenya Wildlife Service, begann seine Ansprache mit der Bitte um einen Schweigemoment für einen Ranger, der letzte Woche bei der Arbeit ums Leben gekommen war – erschossen von einem Kriminellen.

Während wir dieses Mannes gedachten, überkam mich tiefe Rührung und mir wurde bewusst, was für Opfer diese Ranger tagtäglich erbringen, um die wilden Tiere zu schützen, die wegen völlig nutzloser Produkte gejagt werden. Ich dachte an seine Familie und an ihren Verlust eines geliebten Menschen – und vermutlich ihres einzigen Brotverdieners.

Ich hatte auch überraschend die Ehre, Kip befragen zu dürfen und zu erfahren, wie der KWS Wildtiere in Kenia schützt und wie er als Vorreiter für den Wildtierschutz für ganz Afrika fungiert. Ich traf außerdem zwei ältere Vertreter der Maasai, Nick und Johnson, die schon seit sehr langer Zeit im Wildtierschutz arbeiten. Und ich begegnete Pat Awori, dem Elefantenaktivisten, dessen leidenschaftlicher Einsatz für die Rettung der Elefanten mich schwer beeindruckt hat.

Eine einmalige Erfahrung hatte ich außerdem heute, als ich den Morgen mit der Ikone der Elefantenforschung Cynthia Moss verbringen durfte, die die Elefanten des Amboseli-Nationalparks schon seit 40 Jahren erforscht – und damit die am längsten laufende Elefantenstudie aller Zeiten leitet. Viel von dem Wissen, das wir über Elefanten haben, verdanken wir Cynthias Studie, und später traf ich auch noch Vicki Fishlock, eine Wissenschaftlerin, die mit Unterstützung des IFAW die Auswirkungen der Dürre 2009 auf Elefantenfamilien untersucht.

Cynthia nahm uns mit, und weitab der Straße konnten wir dann aus nächster Nähe die harmonische, verspielte und fröhliche GB-Elefantenfamilie beobachten. Wie sehr ich mir nur wünsche, dass jeder Elefant so leben könnte, in Freiheit und ohne die ständige Bedrohung durch Wilderer – so wie es sich eben gehört. Deshalb bin ich hier – um diesen Wunsch wahr zu machen.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die prächtigen Tiere auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben.

--KB

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien