VIDEO: Russische Bärenjunge werden flügge

In jeder Familie kommt einmal der Zeitpunkt, wo die Kinder erwachsen sind und ihr eigenes Leben führen. Die Kinder fiebern diesem Leben in Freiheit mit Vorfreude entgegen und die Eltern freuen sich zu sehen, wie ihre Kinder erwachsen werden.

Ganz ähnlich spielt es sich im IFAW-Rehabilitationszentrum für Bären in Russland ab.

In den Wintermonaten zu Anfang eines Jahres fangen wir an, mit den Bärenjungen mit niedrigem Geburtsgewicht zu arbeiten. Zuallererst müssen sie lernen, Milch aus dem Fläschchen zu trinken und Haferbrei aus einer Schüssel zu fressen.

Im Frühling, Sommer und Herbst erlernen die kleinen Bären all das, was es braucht, um im Wald zu überleben, um nach Futter zu suchen und um Gefahren zu vermeiden – auch die in Gestalt von Menschen.

Die Bären haben dann das erforderliche Gewicht, sind in der Lage, sich selbst zu ernähren und auf sich aufzupassen. Das ist dann der Moment, wo sie in den Wald freigelassen werden.

Dieses Unterfangen ist allerdings nicht ganz unkompliziert.

Die Bären werden zuerst betäubt, damit sie nicht dem Stress durch die vielen Leute um sie herum ausgesetzt sind. Während der Rehabilitation bringen wir ihnen bei, Angst vor Menschen zu haben. Zähne und Krallen sind in diesem Alter schon gefährliche Waffen.

Sie bekommen auch eine gelbe Ohrmarke, damit wir später wissen, dass es sich um diesen Bär handelt, sollte ihm etwas zustoßen.

Die Bären werden dann vorsichtig in eine Transportkiste gelegt und zum Ort ihrer Freilassung gebracht.

Das Verladen und die Reise der lebenden Fracht dauern insgesamt mehrere Stunden und bei der Ankunft sind die Bären wach und warten schon darauf, freigelassen zu werden.

Dann kommt der Moment, auf den wir alle so hart hingearbeitet haben.

Die Tür der Transportkiste geht auf und die jungen Bären beginnen ihr neues Leben in Freiheit.

Wenn sie allen IFAW-Unterstützern, die ihnen eine zweite Chance ermöglicht haben, danken könnten, würden sie es ganz sicher tun. Sie leben nun wild und frei in ihrem natürlichen Lebensraum. Wir danken Ihnen dafür, dass Sie ihre Rettung und Rückkehr in die Wildnis unterstützt haben.

--EZ

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien