VIDEO: Rettungsaktion für zwei verwaiste Königstiger in Indien

Letzten November entdeckten Bewohner des kleinen und abgelegenen Dorfs Anini im Nordosten Indiens vier umherstreunende Tigerjunge. Das Ungewöhnliche daran war, dass die kleinen Tiger nicht in Begleitung ihrer Mutter gesehen wurden.

Bald darauf beklagten die Dorfbewohner Verluste von Geflügel und Schweinen; die verwaisten Tigerjungen waren offenbar hungrig.

Die Menschen aus Anini und den umliegenden Dörfern respektieren den Tiger normalerweise als Teil ihrer einheimischen Tierwelt, doch verständlicherweise fürchteten sie sich auch davor, Vieh zu verlieren und vor der Gefahr für Menschen.

Die Forstverwaltung nahm unverzüglich Kontakt zu in Arunachal Pradesh stationierten Mitarbeitern des Internationalen Tierschutz-Fonds - Wildlife Trust of India (IFAW-WTI) auf und ein Team aus Veterinären und Biologen wurde geschickt.

Bei der Befragung der Dorfbewohner erfuhr das Team, dass die Tigerjungen von Hunden und Menschen aus dem Dorf verscheucht worden waren.

Anfang Dezember fanden sie dann das Versteck der vier Tiger: Sie nutzten einen stillgelegten Wasserkanal in einem dichten Bambusdickicht als Höhle.

Einer der Tiger war Augenzeugenberichten zufolge verletzt und humpelte.

Um mehr über den Bewegungsradius der Tiger zu erfahren, besuchte und beobachtete das Team den Ort drei Tage in Folge und sammelte Hinweise.

Kurz vor Ende der Untersuchung erfuhr das Team, dass drei Tiger in einen ausgetrockneten Wassertank gefallen waren und dringend gerettet werden mussten.

Sehen Sie in dem Video die Rettung der zwei überlebenden Tigerjungen aus dem Wassertank, den sie als Höhle nutzten.

Das Team brauchte die ganze Nacht, um die Tiger erfolgreich zu betäuben. Einer der drei Tiger, die in den Brunnen gefallen waren, war an Unterernährung und Lungenentzündung gestorben und bereits tot, als die Retter eintrafen. Die beiden anderen wurden gerettet und zur Rehabilitation nach Roing gebracht.

Die beiden überlebenden Tiger (ein Männchen, ein Weibchen) sahen abgemagert und mitgenommen aus und waren wahrscheinlich 10 bis 11 Monate alt. In den letzten Monaten haben sie zugenommen und ihr Zustand ist jetzt stabil. Da in dieser Region Nordostindiens sowohl der Königstiger als auch der Indochinesische Tiger vorkommt, wurden zur sicheren Bestimmung der Art DNA-Tests durchgeführt. Der nächste Schritt wird nun sein, an einem abgelegenen Ort ein Gehege zu bauen und sie dort auf eine Auswilderung vorzubereiten.

--GA

Um Rettungsaktionen wie diese zu unterstützen, spenden Sie jetzt.

Kommentar schreiben:

Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien