Video: Die letzten Berggorillas im Kongo blicken in ungewisse Zukunft

Silberrücken Kabirizi im Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo.Ja, es ist wieder so weit.

Vor ein paar Wochen wurde der fragile Frieden im östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo erneut durch gewalttätige Zusammenstöße zwischen der kongolesischen Armee und Rebellenmilizen, die im und um den Virunga-Nationalpark operieren, erschüttert.

Der im Jahr 1925 errichtete Park ist der älteste in ganz Afrika und eine Bastion für den bedrohten Berggorilla. Dort führten die berühmten Tierschützer George Schalle und Dian Fossey die ersten Feldstudien über den Gorillla beringei beringei durch.

Von den geschätzt 790 weltweit noch verbliebenen Berggorillas leben ungefähr 200 auf dem Parkterritorium. Dabei ist es sehr bemerkenswert, dass trotz des Bürgerkriegs, der seit 12 Jahren in der Region wütet, die Gorilla-Population weiterhin anwächst. Doch wie lange wird das noch so bleiben?

Dian Fossey war 1967 gezwungen, den Kongo und die Gorillas, die sie damals studierte, aufgrund der Bürgerunruhen im Land zurückzulassen. Jahrzehnte später tun es ihr nun Tausende von kongolesischen Flüchtlingen im Zuge einer erneuten Gewaltwelle, die vor ein paar Wochen eingesetzt hat, gleich.

Flüchtlingslager in Ruanda und Uganda haben Mühe, die vielen Neuankömmlinge unterzubringen, und die Situation in Virunga gerät ziemlich schnell außer Kontrolle. Das Institut Congolais pour la Conversation de la Nature (ICCN) evakuiert seine Ranger aus der Kampfzone.

Das ist für die Gorillas und andere unter der Obhut des ICCN stehende Tiere eine schlechte Nachricht.

Im Juli letzten Jahres bin ich gemeinsam mit meiner IFAW-Kollegin Céline Sissler-Bienvenu nach Afrika gereist und wir haben dort in Zusammenarbeit mit dem Dian Fossey Gorilla Fund International sechs verwaiste Grauergorillas aus Ruanda ins Rehabilitationszentrum in der Demokratischen Republik Kongo umgesiedelt.

Nach erfolgreich erfüllter Mission sind wir zusammen mit ICCN-Rangern losgegangen und haben in dem berühmten Park Filmaufnahmen von wilden Berggorillas gemacht. Nehmen Sie sich die paar Minuten Zeit und sehen Sie sich in diesem Video den Schatz des Virunga-Nationalparks an:

Der Ausflug zu den Vulkanhängen und die einzigartige Chance, die wilden Berggorillas beobachten zu dürfen, werden für mich unvergesslich bleiben. In diesen unsicheren Zeiten denke ich wieder an den tonangebenden Silberrücken Kabirizi und seine Familie zurück und hoffe, dass sie in Sicherheit sind.

Der Verlust nur einer einzigen Familie hätte für die Berggorillas verheerende Auswirkungen.

--MB

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Wenn Sie so genauso besorgt sind wie ich, können Sie auch direkt auf der Fossey Fund-Website die neuesten Sicherheitsberichte lesen und den Schutz von Tieren in Not unterstützen.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Kelvin Alie, Programmdirektor Wildtierhandel
Programmdirektor Wildtierhandel
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien