VIDEO: Blickpunkt Russland: Junge Bären auf dem Weg in ein neues Zuhause

Für unsere Bärenkinder ist es nun an der Zeit, ihre kleinen Höhlen, ihr Zuhause der ersten Lebensmonate, zu verlassen und ein neues Leben im Wald zu beginnen. Da sie aber überhaupt nicht an Menschen gewöhnt sind, kann sie nicht einfach jemand auf den Arm nehmen oder an der Leine in den Wald führen. Die Umsiedlung in den Wald ist eine sorgfältig durchgeplante Operation.

Zuerst müssen die kleinen Bären in eine speziell angefertigte Holzbox mit Löchern für die Luftzufuhr gesetzt werden, damit sie in den 10 bis 15 Minuten, die der Transport dauert, auch atmen können.

Die Box muss außerdem stabil sein, denn auch in diesem jungen Alter sind die Bären schon kräftig, haben Zähne und scharfe Klauen. Und natürlich muss die Box auch blickdicht sein, damit die Bären nicht nach draußen sehen können und unruhig werden. Wenn die Box vorbereitet ist, werden die Bären hineingesetzt – dies muss mit größter Vorsicht und Ruhe, aber gleichzeitig auch geschickt und blitzschnell geschehen, mit besonderem Augenmerk darauf, die Bären auf keinen Fall zu erschrecken.

In diesem Jahr durfte ich an der Umsiedlung teilnehmen, und ich muss zugeben, dass es nicht weniger nervenaufreibend war, als zum ersten Mal ein Neugeborenes in der Hand zu halten.

Dies sind die wichtigsten Regeln: Gib keinen Mucks von dir, gehe zügig, aber vermeide es um jeden Preis, die Box mit dem kostbaren Inhalt zu schütteln.

Obwohl die Box schwer war und sich die Griffe in meine Handflächen bohrten, meisterte ich meinen Transport mit Bravour – ich lief ohne auszurutschen über die rissige Straße, und als die Bären hinter meinem Rücken zu brummen begannen, machte ich keinen Mucks (in dem Moment war es schwer, emotionslos zu bleiben).

Wir haben also die kurze, aber wichtige Reise gut über die Bühne gebracht und das neue Zuhause in der Natur erreicht.

In diesem Zuhause sind die Bären auch in der Nacht in Sicherheit. Hier werden sie sich langsam mit dem Wald vertraut machen, sie werden lernen zu überleben, Nahrung aufzutreiben und bei Gefahr auf Bäume zu klettern – hier werden sie zu großen Bären heranwachsen.

Damit die Kleinen jedoch für’s Erste beruhigt sind und sich in ihrem neuen Zuhause leichter eingewöhnen, werden sie sofort gefüttert.

Und dann können sie sich aufmachen, um all die neuen Gerüche, Geschmäcker und Nachbarn zu erkunden und den Wald wieder zu ihrem Zuhause zu machen.

--LA

Kommentare: 1

 
Gast
2 Jahre ago

Einfach toll Eure Arbeit! Ich würde so gerne aktiv mithelfen, aber weiß nicht, wie das mit einem Rollstuhl gehen könnte...

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Kampagnenberater
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