Verstärkung benötigt: Tag 27 der Delfin-Strandungen

Das kurze Video unten wurde vom Team des Internationalen Tierschutzfonds produziert. Sie können das Team unterstützen, indem Sie das Video auch Freunden  und Verwandten zeigen.

 

Wie Sie vielleicht in den letzten Tagen aus den Medien erfahren haben, nehmen die Delfin-Strandungen in Cape Cod nach wie vor kein Ende. Als unser Rettungs- und Forschungsteam also gerade erneut seine Ausrüstung für einen Ausflug an die dunklen, kalten Strände im Niedrigwasser zusammenpackte, bat mich Katie darum, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass das gesamte Team für den großen Zuspruch von Unterstützern und die große Medienaufmerksamkeit sehr dankbar ist. Sie bat mich außerdem, stets den neuesten Stand der Dinge bekannt zu geben.

Die Massenstrandung begann am 12. Januar.

Heute ist der 27. Tag in Folge, an dem Delfine stranden.

Der aktuelle Stand von Montag, 6. Februar 2012:

Anzahl der gestrandeten Tiere – 132

Anzahl der lebenden Tiere – 54

Anzahl der erfolgreich ausgesetzten Tiere – 37

Oberste Priorität für das Team ist es, so viele Tiere wie möglich zu retten und wieder auszusetzen. Zusätzlich werden von jedem Tier wichtige Daten aufgenommen. An den gestrandeten Delfinen werden Gesundheitschecks durchgeführt, vor der Freilassung werden sie mit Peilsendern ausgestattet und die toten Tiere werden obduziert. All das sind für die Meeressäugerforschung sehr wertvolle Daten, die dabei helfen können, Strandungseinsätze künftig zu optimieren.

Leider dauert es eine Weile, bis die durchgeführten Tests ausgewertet sind. Wir brauchen mehr Zeit und müssen noch mehr Daten analysieren, bevor wir über mögliche Ursachen der Strandungen spekulieren können.

Letzte Woche habe ich über ein Briefing im US-Kongress berichtet, das Katie Moore, Leiterin unseres Marine Mammal Rescue Teams, zu den Delfin-Strandungen durchführen würde.

Mittlerweile hat sie die beiden Abgeordneten und Mitglieder der Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA William Keating und Ed Markey umfassend über den neuesten Stand bei den Strandungen informiert, ihnen Bild- und Videomaterial präsentiert und die Art und Weise unserer Datenerhebung erläutert.

Die Rettungseinsätze und die damit einhergehende Forschungsarbeit bei den Massenstrandungen sind ein schwieriges und kostspieliges Unterfangen. Auch wenn wir viel Hilfe von privaten Spendern erhalten, wird ein erheblicher Teil unserer Aufwendungen vom John H. Prescott-Förderprogramm getragen, ein staatliches Förderprogramm für Strandungseinsätze, das Gefahr läuft, bald gestrichen zu werden. Katie erklärte in der Cape Cod Times: „Das Programm ist recht unbekannt und man könnte es problemlos verschwinden lassen, da die meisten Menschen seinen großen Verdienst nicht kennen.“

Wie bereits erwähnt sind Strandungen während dieser Jahreszeit eigentlich nichts Ungewöhnliches an der Küste des Kaps. Zurzeit haben sie aber ein nie zuvor da gewesenes Ausmaß angenommen. Allein in den letzten 26 Tagen überstieg die Anzahl der gestrandeten Delfine schon die durchschnittliche Anzahl von Strandungen in einem Jahr. Das heißt natürlich auch, dass wir mehr finanzielle Mittel als vorgesehen aufgebraucht haben.

Ich bin sehr stolz auf Katie und unser Rettungs- und Forschungsteam, die alle rund um die Uhr für die Delfine im Einsatz sind und ich danke unseren großzügigen Unterstützern, mit deren Hilfe das Team seine Arbeit vor Ort so lange fortsetzen kann wie die Strandungen andauern.

Sie können die Arbeit unseres fantastischen Teams mit einer Spende unterstützen.

Danke.

-- FO

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Experten

Kampagnenberater
Kampagnenberater
Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien