USA macht Islands Walfangplänen Strich durch die Rechnung

 

Während ich tippe, kommt die Nachricht über den Newsticker: Präsident Obama kündigt diplomatische Schritte gegen Island aufgrund seines Walfangs an. Diese Entscheidung, die seit Monaten angekündigt war, ist eine gute Nachricht für Wale und für die überwältigende Mehrheit der US-Bürger, aus allen Teilen der USA und aus allen politischen Lagern, die sich für den Schutz von Walen aussprechen.

Der Präsident hat sechs diplomatische Maßnahmen in die Wege geleitet, die Druck auf Island ausüben sollen und die darin bestehen, dass das Engagement von US-Behörden im Land und die Besuche von Regierungsvertretern eingeschränkt werden, sollte Island den Walfang weiterhin betreiben.

Der Internationale Tierschutzfonds setzt sich seit Jahrzehnten für ein Ende des kommerziellen Walfangs ein und hat zusammen mit anderen Organisationen hart dafür gekämpft, dass die Obama-Regierung wirkungsvolle Maßnahmen in die Wege leitet, damit Island seine Jagd auf Zwerg- und Finnwale und seine Bestrebungen zur Wiederbelebung des internationalen Walfleischhandels einstellt.

In den vergangenen drei Monaten der Sommersaison haben wir mit Whalewatching-Veranstaltern vor Ort in Island zusammengearbeitet und eine Aufsehen erregende Aufklärungskampagne zur Förderung der isländischen Whalewatching-Industrie und zur Abschreckung von Walfleischkonsum unter dem Titel „Meet us, don’t eat us“ auf die Beine gestellt.

Aus Obamas Stellungnahme geht hervor, dass die US-Regierung den isländischen Walfang weiterhin überwachen wird und auch wir vom IFAW werden uns in Reykjavik, Washington und anderen Hauptstädten weltweit vehement dafür einsetzen, dass dem sinnlosen und grausamen kommerziellen Walfang endlich ein Ende bereitet wird!

Die heutigen Schritte der USA sind keine hohlen Phrasen und Island ist gut beraten sie ernst zu nehmen. Hoffentlich erkennt die isländische Politik nun endlich, was die Tourismusindustrie schon längst erkannt hat: Die wirtschaftlich lukrativste „Nutzung“ der Wale im 21. Jahrhundert ist verantwortliches Whalewatching, das einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung in isländische Küstenregionen und 118 weitere Länder und Regionen weltweit gebracht hat. Tiere und Menschen haben mehr davon, wenn man Wale einfach beobachtet und sie nicht verletzt!

Um die Stellungnahme und die vom Präsidenten angekündigten Schritte nachzulesen, klicken Sie hier.

- PR

Post a comment

Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
IFAW Japan Representative
Repräsentantin IFAW Japan
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale
Robbie Marsland, Regionaldirektor Großbritannien
Regionaldirektor Großbritannien