Tasmanien: Buschfeuer richten schwere Verwüstungen an

Die Zerstörung in Tasmanien ist verheerend.Am Sonntag, den 13. Januar fuhr ich zusammen mit dem IFAW-Team in die Gegend um die Kleinstadt Dunalley im Südosten Tasmaniens, um uns ein Bild davon zu machen, welche Schäden die Buschfeuer für Natur, Menschen und Tiere angerichtet hatten.

Der Arthur Highway war am Vortag für Anwohner und Geschäfte wieder freigegeben worden und heute durften wir ebenfalls passieren.

Man muss die durch die Buschfeuer angerichteten Verwüstungen mit eigenen Augen sehen, denn es fallen einem kaum Worte ein, um das Ausmaß der Zerstörung zu beschreiben.

Überall sahen wir in die Luft ragende Baumstämme, die Blätter abgebrannt, die Äste vom Feuer verkohlt.

Statt der charakteristischen blau-grauen Eukalyptuswälder sahen wir nur Hügel und Täler in verschiedenen Brauntönen, und so weit das Auge reichte, tote Eukalyptusbäume.

Wir sahen auch zahlreiche Knochenhaufen – die sterblichen Überreste toter Opposums, Filander, Bürstenkängurus und Rotnackenwallabys. Die Knochen waren durch die extreme Hitze des rasend schnell durchs Land fegenden Feuers weiß gefärbt.

Wir begegneten einem Ameisenigel am Straßenrand, der auf der Suche nach Ameisen vor sich hin trottete. Der Ameisenigel sah unversehrt aus, hatte zwar ein paar abgebrannte Stacheln, konnte sich aber mühelos fortbewegen. Wie dieser am Boden lebende Säuger das Feuer überlebt hat, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben – und in dieser verbrannten Landschaft Nahrung zu finden, wird für Ameisenigel und andere überlebende Tiere eine unglaublich große Herausforderung werden!

Immer wenn wir irgendwo anhielten, hing dieser schwere Geruch von Feuer in der Luft und erinnerte uns an die nur wenige Tage zurückliegende Katastrophe.

Zu beiden Seiten der Autobahn sahen wir auch viele Schafe auf verkohlten Weiden.

Ihr Weidegras war innerhalb von Sekunden abgebrannt worden.

Auch die Wolle der Schafe war vom Feuer versengt und schwarz gefärbt durch die Ascheschicht, die die ganze Landschaft überzieht und bei jedem Schritt als schwarze Wolke aufgewirbelt wird. Schafe und Vieh sind jetzt darauf angewiesen, dass ihnen aus anderen Teilen des Landes Heu angekarrt wird – innerhalb einer Stunde sahen wir vier große LKWs, die das dringend benötigte Heu anlieferten.

Auf unserer Reise fuhren wir auch nach Dunalley hinein zum Ausgangspunkt des Feuers im Südosten und eine der am schwersten getroffenen Städte. Fast die Hälfte aller Häuser war zerstört.

Die örtlichen Einsatzkräfte hatten jedoch schnell und effektiv gehandelt, und es gab sowohl eine Rettungsstelle für Menschen als auch eine zur Behandlung von Tieren. 

Es waren einige Leute mit ihren Haustieren da, Wildtiere waren jedoch nur ganz wenige hergebracht worden.

Wildtiere werden ins Bonorong Wildlife Sanctuary gebracht (www.bonorong.com.au), bis zum 13. Januar waren dort 16 Tiere aufgenommen worden.

Das IFAW-Team unterstützt zurzeit örtliche Tierärzte bei der Zusammenstellung von Listen mit Ausrüstung und Vorräten, die sie für die Behandlung von Haus- und Wildtieren benötigen.

--VR

Mehr Informationen über unseren Einsatz zur Rettung von Tieren in Not finden Sie hier.

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien