Slideshow: Drei junge Kragenbären auf dem Weg in die Freiheit

Drei verwaiste Kragenbären, die der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) und seine lokale Partnerorganisation Wildlife Trust of India (WTI) gerettet hatten, sind mit ihrer Umsiedlung vom IFAW-Bärenrettungszentrum ins Naturschutzgebiet Mehao Wildlife Sanctuary im Nordosten Indiens einem Leben in Freiheit einen großen Schritt näher gekommen.

In einer wahren Odyssee mussten die jungen Bären über 400 km zurücklegen – einen kleinen Teil (über den Fluss Brahmaputra) sogar per Schiff – ehe sie das Ziel ihrer Reise erreichten: ein im Wald gelegenes Auswilderungsgelände. Die Reise war beschwerlich, mehrmals machte wegen des schlechten Straßenbelags das Auto schlapp. Endlich kamen wir am Donnerstag (1. November) in Roing an und übernachteten in unserer Auffangstation.

Am nächsten Morgen begann dann der 4 km weite Transport der Tiere von der Auffangstation in Roing zum Auswilderungsgelände im Wald. Einen Kilometer wurden die Bären im Auto transportiert, der Rest wurde zu Fuß gemacht. Das war das allerschwierigste Stück der Reise, denn die Überschwemmungen, die hier vor kurzem gewütet hatten, hatten das Gelände unwegsam gemacht.

Zehn Leute mussten beim Transport der Käfige helfen. Wir kamen erstaunlicherweise auch an mehreren Erdrutschen vorbei, die in trockenen Wintern eigentlich äußerst selten sind. Auf unbefestigten, trockenen Flächen ohne Vegetation hatte sich durch den Wind wohl der Sand gelöst.

Nach einer Stunde auf unwegsamem Untergrund lieferten wir die Bären schließlich auf dem Auswilderungsgelände ab, wo sie in getrennten Gehegen blieben.

Auf dem Auswilderungsgelände im Walddickicht des Mehao Wildlife Sanctuary werden sich die Bären von nun an in eine „betreute“ Auswilderung begeben.

Bevor sie endgültig in die freie Wildbahn entlassen werden, können sie sich hier an ihr zukünftiges Zuhause gewöhnen. Mit ihren Pflegern, die in der Zeit der Auswilderung die Rolle der Mutter einnehmen, werden sie Spaziergänge in den Wald unternehmen. Nachts kehren sie zum Schlafen ins Gehege zurück.

Nach sechs Monaten, wenn die Bären ohne die Hilfe ihrer „Ersatzmutter“ für sich sorgen können, dürfen sie dann in die Freiheit ziehen. Ich hoffe, dass die jungen Bären bis dahin ihre Erkundungsphase in den indischen Wäldern genießen.

--SB

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Kampagnenberater
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Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
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Leiterin Wildtierschutz, IFAW
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