Queen-Gitarrist Brian May engagiert sich für den Schutz der Dachse

Queen-Gitarrist Brian May engagiert sich für den Schutz der Dachse

Eine mit Queen-Fans und Tierschützern gefüllte Kirche kann eigentlich nur eins heißen: Der legendäre Rockgitarrist und Tierschützer Brian May hat geladen.

Auch das Team des Internationalen Tierschutz-Fonds Großbritannien beteiligte sich vergangenen Samstag an Brians „Wildlife Rocks“-Event in Guildford, Surrey. Es war eine tolle Gelegenheit, andere Tierschutzgruppen zu treffen, die Besucher über wichtige Tierschutzthemen aufzuklären und gemeinsam die wilde Tierwelt zu feiern.

Ca. 2500 Menschen aller Altersgruppen besuchten die Veranstaltung „Wildlife Rocks“, konnten sich bei Live-Musik und einem Unterhaltungsprogramm amüsieren und nebenbei auch noch viel Wissenswertes über Wildtiere erfahren.

Der Themenschwerpunkt der Veranstaltung lag bei in Großbritannien heimischen Wildtieren. Der IFAW Großbritannien erinnerte die Besucher mit seinem Maskottchen Freddie the Fox (Freddie der Fuchs) etwa daran, wie wichtig es ist, am Verbot der Jagd mit Hunden festzuhalten, damit Füchse, Hasen und Wild bei diesem so genannten „Sport“ nicht wieder gejagt und in Stücke gerissen werden.

Der IFAW und andere Gruppen nutzten die Gelegenheit außerdem, um auf einen weiteren Vertreter der Tierwelt Großbritanniens aufmerksam zu machen, der sich in Gefahr befindet: den Dachs. Wenn nicht in letzter Minute doch noch Rettung naht, könnten nämlich ca. 70% aller britischen Dachse bald im Rahmen einer Massentötungsaktion zur Eindämmung der Rindertuberkulose grausam erschossen werden.

Solch eine Massentötung wird von einer überwältigenden Mehrheit der dem Tierschutz generell eher wohlgesonnenen Briten abgelehnt. Über 90% der Bevölkerung lehnen einer Umfrage der Tageszeitung „The Guardian“ zufolge eine solche Massentötung ab, und diese Ablehnung ging auch ganz deutlich aus den Gesprächen mit Bürgern am vergangenen Wochenende hervor.

Der IFAW stellt sich ganz entschieden gegen solch eine grausame Tötung der Dachse, die unserer Meinung und auch der Meinung vieler anderer nach wissenschaftlich völlig unhaltbar ist.

Wir sind sehr besorgt darüber, dass die vorgeschlagene Tötungsmethode, nämlich das Erschießen der Dachse durch Landwirte ohne jegliche Lizenz, nie zuvor getestet wurde und  aus Sicht des Tierschutzes eine sehr fragwürdige Herangehensweise ist. Bei der Tötung würde nämlich keineswegs selektiv vorgegangen und die Wahrscheinlichkeit, dass gesunde Tiere unnötig getötet werden, ist hoch. Dachse können außerdem Verletzungen erleiden und langsam und qualvoll sterben, weil sie durch unerfahrene Schützen getötet werden.

Es gibt durchaus humanere und effektivere Alternativen für die Lösung des Problems; beispielsweise die Impfung der Dachse, eine Methode, die in Wales bereits erfolgreich angewandt wird.

Namhafte Wissenschaftler und Wildtierexperten haben sich gegen die Massentötung ausgesprochen und erachten sie als völlig ungeeignet, um die Fälle von Rindertuberkulose zu verringern. Viele sind der Meinung, dass das Töten von Dachsen sogar dazu beiträgt, die Seuche weiterzuverbreiten anstatt sie einzudämmen. Die Bereinigung eines Gebiets von Dachsen wird schlicht und einfach dazu führen, dass andere das Revier übernehmen und dass sich dadurch die Mobilität von Dachsen zwischen verschiedenen Gebieten erhöht. Der Einsatz nicht-professioneller Schützen kann außerdem dazu führen, dass verletzte oder verschreckte Dachse aus ihrem Revier fliehen und so neue Gebiete infizieren.

Der IFAW wird Sie über den gemeinsamen Einsatz mit Brian May und anderen Gruppen für den Schutz des britischen Dachses auf dem Laufenden halten.

--CS

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
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Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Erica Martin, Vizepräsidentin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Vizepräsidentin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale
Sonja Van Tichelen, Regionaldirektorin Europäische Union
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