Positive Bilanz der Artenschutzkonferenz in Thailand

Der Handel mit drei Hammerhai- und zwei anderen Haiarten wird reguliert.
Donnerstag, März 14, 2013
Hamburg

Mitgliedsstaaten der 16. Artenschutzkonferenz CITES in Bangkok haben mehr Tierarten unter einen besseren Schutz gestellt. Heute ist die Konferenz zu Ende gegangen.

„Fünf Haiarten und Mantas sind nun vor dem unregulierten Handel geschützt“, sagt Dr. Ralf Sonntag, Haiexperte und Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Heute hat das Plenum die Entscheidung des zuständigen Ausschusses vom Dienstag bestätigt. Damit werden die Haiarten und Mantas im Anhang 2 des Übereinkommens gelistet.“

Mehrere Entscheidungen setzen positive Zeichen für einen verbesserten Schutz für Elefanten. So sind Länder nun verpflichtet, Proben von beschlagnahmtem Elfenbein an eine zentrale Stelle zu schicken. Die Proben sollen forensisch analysiert werden und helfen, die Schmuggelrouten aufzudecken. Staaten mit großer Nachfrage nach dem „weißen Gold“, wie China oder Thailand, sind nun aufgefordert, Kampagnen zur Aufklärung ihrer Verbraucher in ihren Ländern durchzuführen und so die Nachfrage zu reduzieren.

„Weniger spektakuläre, aber wichtige Entscheidungen sollen in Zukunft den Elefantenschutz verbessern“, so Sonntag weiter. „Sie werden zwar nicht die ausufernde Wilderei beenden, der jährlich etwa 25.000 Elefanten zum Opfer fallen, aber sie sollten helfen, wenigstens einige Elefanten zu retten.“

Die Staatengemeinschaft konnte sich nicht darauf einigen, Eisbären besser zu schützen. Der Antrag, sie vom internationalen Handel auszunehmen, scheiterte, unter anderem auch an der Haltung der EU.

„Es scheint, als würden sich die Mitgliedsstaaten dem Vorsorgeprinzip annähern“, fasst Sonntag zusammen. „Auch sprechen die Delegierten erstmals seit langer Zeit von einer lösungsorientieren Konferenz. Das stimmt mich hoffnungsvoll.“

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