Paris: Nicht einmal tote Elefanten sind sicher vor Wilderern

Ein kurzer Euronews-Bericht vom Tatort im Pariser Museum für Naturgeschichte.

Sollte irgendein Zweifel daran bestehen, dass Wilderern jedes Mittel recht ist, um an Elfenbein zu gelangen, dann sind diese spätestens mit dem jüngsten Vorfall in Paris ausgeräumt.

Vor etwa einer Woche stellte die Pariser Polizei einen Dieb, der ins Museum für Naturgeschichte eingebrochen war und mit einer Kettensäge den Stoßzahn eines im Museum ausgestellten Elefanten abgesägt hatte.

Der Elefant war im Jahr 1668 ein Geschenk des Königs von Portugal an den französischen König Ludwig XIV gewesen. Der historische Wert des drei Kilogramm schweren Stoßzahns sei wesentlich höher als der Preis, den er auf dem Schwarzmarkt einbringen würde, so der Museumskurator.

Dieser Vorfall zeigt nur allzu deutlich, dass die Nachfrage nach Elfenbein mittlerweile so sehr boomt, dass nicht einmal mehr tote Elefanten vor Wilderern sicher sind.

Es ist das erste Mal, dass ich von versuchtem Elfenbeindiebstahl in einem Museum gehört habe. In einigen europäischen Museen wurde allerdings in den letzten paar Jahren mehrfach erfolgreich Rhinozeroshorn entwendet.

--JB

Mehr Informationen über unseren Einsatz für den Schutz der Elefanten vor Wilderern finden Sie hier.

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