Northern Dogs Project: Schwierige, aber notwendige Entscheidungen

Zwei der wilden Welpen mit einem der Haushunde in ihrem vorübergehenden Zuhause.Mit dem Northern Dogs-Team gingen wir heute in unsere allererste Gemeinde zurück; Jessica und Karen sollten die beiden Schulen besuchen und Heidi und Stef die Straße ablaufen. 

Nachdem am Mittag fünf Schulstunden vorüber und die halbe Gemeinde abgelaufen waren, trafen wir uns zum Essen, um uns über unseren Vormittag auszutauschen. 

Es stellte sich heraus, dass Heidi und Stef ein ganzes Rudel Hunde über den Weg gelaufen war und sie auch welche vom letzten Jahr wiedererkannt hatten. Sie hatten außerdem eine Frau getroffen, die gerade eine Hündin und ihre vier Welpen fütterte. 

Es waren nicht ihre Hunde.

Sie hatte auch zwei eigene, doch die Hündin lebte mit ihren vier Welpen in einer großen Holzkiste hinter ihrem Haus und sie fragte, ob wir die Welpen mitnehmen könnten, wenn wir gingen. 

So eine Bitte ist für uns nichts Neues; neu war nur die Tatsache, dass die Welpen immer noch bei ihrer Mutter lebten, obwohl sie schon etwas älter waren. Wegen ihrer Niedlichkeit sind Welpen normalerweise bei den Leuten hier sehr begehrt. 

Als wir später nachsahen, was es damit auf sich hatte, wurde schnell klar, warum die Welpen noch kein Zuhause gefunden hatten. Die Mutter war gegenüber Menschen extrem misstrauisch und hatte diese Eigenschaft an ihre Welpen weitervererbt. 

Sie war eine recht kleine, kurzbeinige Hündin mit vier schwarzen, langbeinigen Welpen.  Wenn man so einen Hund von der Straße holt, kann man nicht erwarten, dass er sich reibungslos einfügt, also entschied ich, dass wir versuchen würden sie zu fangen, wenn das Tierarzt-Team käme, sie kastrieren und dann wieder zurück auf die Straße bringen würden, wo wohlgesonnene Leute sie weiterhin füttern könnten. 

Sie könnte vielleicht bei Menschen leben, wenn man sie vernünftig rehabilitieren würde, doch ich war mir nicht einmal sicher, ob es uns überhaupt gelingen würde sie einzufangen. Für so einen Hund braucht es außerdem einen geeigneten Ort für eine Rehabilitation. 

Ihre Welpen mussten fast vier Monate alt sein und waren damit aus dem idealen Alter, um ihr Verhalten zu rehabilitieren, bereits heraus. Wir konnten sie also nicht dort lassen. 

Man kann davon ausgehen, dass zwei der vier Welpen Weibchen sind und sich genau wie ihre Mutter bis zum Ende des Sommers fortpflanzen würden, wodurch noch mehr herrenlose, ungewollte und schwer erziehbare Welpen in die Welt gesetzt würden. 

Entscheidung gefällt. 

Wenn das Tierarzt-Team eintrifft, kümmern wir uns um die ganze Familie, nehmen die vier Welpen mit, wenn wir hier mit der Arbeit fertig sind und lassen die Mutter kastriert, geimpft und entwurmt zurück. 

-- JH

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Experten

Alexa Kessler, Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Cora Bailey
Director, Community Led Animal Welfare (CLAW)
Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Hanna Lentz, Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Kate Nattrass Atema, Programmdirektorin Haustiere
Programmdirektorin Haustiere
Nancy Barr, Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe