Neue Kinderbücher zum Thema Tiger und Elefanten in China

Die Buchcover der chinesischen Kinderbücher über Tierschutz.Demnächst werden zwei Neuerscheinungen für junge Leser in chinesischen Buchhandlungen liegen. Die Bücher behandeln zum einen das Thema Elefanten, zum anderen die Tiger und sind jeweils Teil einer Serie von Büchern über Wildtiere, die der Internationale Tierschutzfonds in China veröffentlicht.

Der erste Titel „Run tiger run – The story of a tiger“ (Lauf Tiger lauf - die Geschichte eines Tigers) erzählt die Geschichte eines jungen Bengal-Tigers, der seine Kindheit auf dem indischen Subkontinent und  all die Herausforderungen und Gefahren beschreibt, denen er in seinem Leben begegnet. Alle Bilder in dem Buch wurden Michael Vickers, einem britischen Tierfotografen, unentgeltlich zu Verfügung gestellt. Er hat auch das Vorwort zum Buch verfasst.

Unser zweiter Titel „The Elephant Laura“ (Der Elefant Laura) ist der allererste Versuch, jungen chinesischen Lesern das Leben afrikanischer Elefanten nahe zu bringen. Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen afrikanischen Elefanten Laura erzählt und beschreibt die ergreifende Geschichte ihres Lebens, die Schwierigkeiten des Heranwachsens und die Bedrohungen, denen sie und ihre Familie in der weiten afrikanischen Savanne ausgesetzt sind.

Mit beiden Büchern sollen chinesische Leser dazu aufgerufen werden, keine Elfenbein- und Tigerprodukte zu kaufen und für die Wichtigkeit des Schutzes von Wildtieren sensibilisiert werden.

Beide Bücher wurden von zahlreichen chinesischen Prominenten unterstützt. Schauspielerin und Star-Bloggerin YAO Chen, deren Mikro-Blog in China 17 Millionen Follower hat, hat das Vorwort zur Elefantengeschichte verfasst. Darin ruft sie die chinesischen Leser dazu auf, den Kauf von Elfenbein abzulehnen, denn „unser Verhalten und das Schicksal der intelligenten Tiere auf der ganzen Welt ist eng miteinander verknüpft“.

Wilderei und Lebensraumzerstörung haben dafür gesorgt, dass Tiger bereits fast ausgestorben sind. In China, wo Wissenschaftler die ursprüngliche Herkunft des Tigers ansiedeln, verbleiben in freier Wildbahn gerade mal 50 Tiger. Tausende Tiere werden wiederum auf grausame Weise in Tigerfarmen gezüchtet; und das nur der Produktion von Tigerknochenwein zuliebe. Während der Tigerhandel in allen Tiger-Verbreitungsstaaten und auch international verboten ist, heizen diese Tigerfarmen, obwohl sie in China illegal sind, die Nachfrage nach Tigerteilen genauso wie die Wilderei von wild lebenden Tigern an.

Die steigende Nachfrage nach Elfenbein ist der Grund für das grassierende Morden an Elefanten in Afrika wie in Asien. Letzten Monat erst wurden in einem Nationalpark im zentralafrikanischen Staat Kamerun über 300 Elefanten getötet. Wilderer schießen ganze Familien nur wegen des Elfenbeins nieder. Im Jahr 2011 wurden weltweit 5295 ganze Elefantenstoßzähne von Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt. Sie stehen für das Leben von mindestens 2600 Elefanten. Die meisten Beschlagnahmungen deuten darauf hin, dass China das Ziel des Elfenbeins ist.

Die Drosselung der Nachfrage von Wildtierprodukten in China ist entscheidend, wenn wir die beiden Arten noch retten wollen. Ich glaube, dass die meisten chinesischen Verbraucher sich verantwortungsvoll gegen den Kauf von Tigerprodukten und Elfenbein entscheiden würden, wenn sie darüber aufgeklärt werden, welche verheerenden Auswirkungen ihr Kauf tatsächlich hat.

Das ist letztendlich Sinn und Zweck der Veröffentlichung dieser Bücher durch den IFAW, das China Tourism Publishing House und Trends. Co. Falls die Verkaufszahlen des ersten Buchs irgendwelche Schlüsse zulassen, dann kann ich jetzt schon zuversichtlich sein, dass es auch den neuen Büchern gelingen wird, die chinesischen Leser für Tierschutz zu begeistern und sich gemeinsam mit dem IFAW für die Rettung der wild lebenden Elefanten und Tiger einzusetzen.

Hier können Sie die Bücher kaufen:

http://book.360buy.com/10911351.html

Der IFAW-Mikro-Blog zu den Büchern:

http://event.weibo.com/378398

--GGG

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien