Nach zehn Jahren Arbeit hat sich die Situation der kanadischen Northern Dogs merklich verbessert

Catharine bereitet einen der riesigen Hunde für eine Operation vor (es war nicht möglich, den abgebildeten Hund auf dem OP-Tisch zu behandeln).Die tiermedizinische Versorgung ist der anspruchsvollste Service, den das Northern Dogs-Projekt zu bieten hat.

In den zehn Jahren, die wir jetzt in den Gemeinden arbeiten, hat sich das Verhalten der Hundehalter grundlegend geändert.

Erstens vertrauen uns die Menschen und verlassen sich darauf, dass wir wiederkommen.

Zweitens rufen sie mich das ganze Jahr über an, wenn ihr Hund krank oder verletzt ist, wenn sie ein neues Heim für ihn suchen müssen oder wenn sie wissen möchten, wann wir mit unserer ambulanten Klinik im Frühling wiederkommen.

Drittens warten sie schon auf uns, wenn wir kommen, bringen ihre Hunde früh am Morgen zur Behandlung, bleiben während der Operation ihrer Schützlinge da und pflegen sie anschließend gesund. Und mit ihren Hunden bringen sie Geschichten.

Die bekommen wir alle zu hören und können manchmal etwas dazu sagen oder einfach nur darüber lachen.

So war es auch am ersten Tag, an dem wir unsere Ambulanzklinik offen hatten.

Es lief wirklich alles glatt, was bei diesem Team von Northern Dogs-Tierärzten kein Wunder ist. MJ und Martine sind wieder da und stehen im Ruf, die besten Tierärzte der Welt zu sein, und Val and Catherine stehen ihnen wieder als starke und fleißige Helfer zur Seite.

Falls Sie noch nie ein gut eingespieltes Tiermedizinerteam gesehen haben, lassen Sie sich sagen: es ist ein schöner Anblick.

Martine neuters one of the 30 animals brought in for sterilization.

Die Tierarzthelfer kommen gerade aus dem OP-Raum im hinteren Teil der Ambulanzklinik, um den Hund zu suchen, der die auf den Aufnahmepapieren vermerkte Nummer trägt. Diese Erfassungsbögen sind durch unsere Hände im vorderen Teil gegangen und dann nach hinten in die Chirurgie weitergeleitet worden.

Bei der Aufnahme müssen wir uns konzentrieren, wenn wir sie herauskommen sehen, denn wir kennen die Tiere eher beim Namen als nach ihrer Nummer. Die Helfer dagegen müssen ihre Aufmerksamkeit auf die Nummer rechts oben auf dem OP-Formular richten.

Nachdem Val oder Catherine das richtige Tier gefunden haben, führen sie sie nach hinten in den OP-Raum (es sei denn, die Tiere sind zu stark sediert – in diesem Fall werden sie getragen) und legen sie auf den OP-Tisch. Wenn die Tiere dafür zu groß sind, werden sie auf dem Boden operiert!

Anschließend werden die Hunde vollkommen ruhig gestellt, rasiert, intubiert und an das Narkosegerät angeschlossen. Diese Vorgehensweise erlaubt es den Tierärzten, sich voll auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

Am Ende des ersten Tages hatten die Veterinäre 30 Sterilisationen durchgeführt.

Genauer gesagt waren 20 Rüden kastriert und 10 Hündinnen sterilisiert worden. Alle Hunde wurden außerdem geimpft und den Besitzern der Junghunde wurde ein Entwurmungsmittel mit auf den Weg gegeben. Weitere 44 Hunde wurden nur geimpft und bekamen außerdem erforderlichenfalls ein Entwurmungsmittel. Diese Tiere waren entweder in einer früheren Sprechstunde des Internationalen Tierschutzfonds bereits sterilisiert worden (15 weibliche und 20 männliche Tiere) oder ihre Halter hatten den Eingriff abgelehnt.

Von 74 Tieren, die wir zu Gesicht bekamen, waren also 65 bereits früher oder zum jetzigen Zeitpunkt sterilisiert worden.

Das ist ein Riesenschritt in Richtung einer stabilen Hundepopulation mit weniger Welpen, mehr Sicherheit für die Hunde und ihre Umwelt durch Impfungen und weniger lästigem Verhalten, das vom Geschlechtstrieb der Tiere herrührt.

Mit einem Wort, ein guter Tag für unsere Northern Dogs!

--JH

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Experten

Alexa Kessler, Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Cora Bailey
Director, Community Led Animal Welfare (CLAW)
Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Hanna Lentz, Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Kate Nattrass Atema, Programmdirektorin Haustiere
Programmdirektorin Haustiere
Nancy Barr, Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe