Mehr Unterstützung für krisengebeutelte Tierheime auf Zypern

Shannon Walajtys zu Besuch in einem Heim für Katzen auf Zypern.Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Morgens auf und stellen fest, dass Ihre Bank geschlossen ist und Sie kein Geld abheben können! Genau das geschah Ende März auf Zypern. Auch in früheren Blog-Beiträgen haben wir schon über den Notfallfonds berichtet, den der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) hilfebedürftigen Tierhaltern und -Heimen auf ganz Zypern zur Verfügung stellte.

James Pirnays IFAW-Krisenteam und ich sind mittlerweile von unserem Einsatz auf Zypern zurück. Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Cyprus Voice for Animals (CVA) statteten wir zahlreichen von der Finanzkrise getroffenen Tierheimen im ganzen Land Besuche ab.

In einem der Heime wurden wir mit den Worten begrüßt: "Euer Futter kam gerade rechtzeitig, wir hatten nur noch zwei Säcke für über 200 Hunde und hätten keinen weiteren Tag durchgehalten." Auf unserer Tour durch die Tierheime, bei der wir fast 1000 der mehr als 1500 durch den IFAW unterstützten Tiere besuchten, bekamen James und ich sehr oft Äußerungen wie diese zu hören. Nicht weniger beunruhigend waren die Erzählungen von Heimen, die mittlerweile täglich Anrufe von Menschen bekommen, die gezwungen sind, das Land zu verlassen, weil es kein Geld und keine Arbeit mehr gibt. Unternehmen können keine Angestellten mehr bezahlen. Auf unserer Reise sahen wir viele verlassene Baustellen und leerstehende Ladenlokale.

Tierhalter können sich kaum mehr Futter für ihre Tiere leisten und einigen bleibt nichts anderes übrig als ihr Tier in eins der Tierheime zu geben, die ohnehin schon Mühe haben, alle Tiere in ihrer Obhut zu ernähren. Dank Ihrer Großzügigkeit kann der IFAW die Tierheime auf Zypern weiterhin mit Geld aus dem Notfallfonds unterstützen. Wir bleiben eng in Kontakt mit unseren Partnern vor Ort, damit wir da einspringen können, wo Not am Mann ist.

Die Worte eines Ehrenamtlichen, die ich mir sogar auf den Schreibtisch gestellt habe, weil sie mich motivieren, sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Er sagte: "Unsere Hunde hier dürfen nicht beißen oder kratzen, weil sie gute Hunde sind, doch dafür müssen nun wir für sie beißen und kratzen, damit die Welt endlich ein besserer Ort für Tiere wird."

Die Lage in Zyperns Tierheimen bleibt angespannt, da die Auswirkungen der Finanzkrise immer mehr Förderer und Menschen im ganzen Land treffen. Bei unseren Einsätzen in aller Welt sehen wir immer wieder, wie unglaublich wichtig die Arbeit von Tierschutzorganisationen für die Menschen ist, die finanziell nicht so gut da stehen.

Ich danke Ihnen allen.

--SW

Unterstützen Sie die Hilfe für Tiere auf Zypern jetzt mit einer Spende.

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Experten

Kampagnenberater
Kampagnenberater
Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys, Leiterin IFAW Katastrophenhilfe
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften