Katie Moore, Leiterin des Rettungsteams, berichtet dem US-Kongress von beispiellosen Delfin-Strandungen

Zwei der gestern gestrandeten und geretteten Delfine.Eine Phase mit ungewöhnlich vielen Rettungseinsätzen liegt hinter uns, mit Einsätzen für 102 Delfine seit dem 12. Januar. Am ersten Februar verschlug es dann sogar noch mehr Delfine an die Küste von Cape Cod. Gestern Morgen bekamen wir per Anruf die Information, dass in Brewster gerade sechs Tiere strandeten. Als wir eine halbe Stunde später am Strand ankamen, sahen wir die sechs auf einer Sandbank ca. 1 km vor dem Strand und weitere drei in sehr seichtem Wasser liegen. Wir mussten also insgesamt neun Delfine bergen. Mithilfe von geschulten Freiwilligen befreiten wir die Tiere aus dem Sand und transportierten sie sicher vom Strand auf unsere Rettungsanhänger. Dort führten wir einen Gesundheitscheck durch, um festzustellen, ob wir sie wieder freilassen konnten.

Alle neun Delfine waren wohlauf und wir planten ihre Freilassung ins offene Meer am äußeren Kap. Aufgrund von Wind- und Gezeitenverhältnissen entschieden wir uns für den Head of the Meadow Beach in Truro als idealen Ort der Freilassung, von dem aus sie am ehesten wegkommen würden. Um ca. 18.15 Uhr brachten wir alle verirrten Delfine wieder ins Wasser, wo sie hingehören. Wir statteten eins der Tiere mit Satellitensender aus und zurzeit sieht es aus, als käme es sehr gut voran. Der Sender übertrug heute Morgen um 8.47 Uhr ein Signal von einem Punkt im Ozean zehn Meilen vor der Küste zwischen Wellfleet und Truro. Dieses Signal sagt uns, dass das Tier direkt nach der Freilassung vom Strand weg geschwommen ist, und das ist allemal ein gutes Zeichen. Zusammen mit dem gestrigen Vorfall sind seit dem 12. Januar nun insgesamt 111 Gemeine Delfine gestrandet, von denen 30 dank der unermüdlichen Anstrengungen des IFAW-Rettungsteams für Meeressäuger sowie aller Wissenschaftler und Freiwilligen, wohlbehalten in die Freiheit entlassen wurden. Es handelt sich hierbei um die größte registrierte Strandung einer einzigen Tierart im Nordosten der USA aller Zeiten. Ich werde mich nun Richtung Washington D.C. aufmachen, um dem Komitee für Natürliche Ressourcen des US-Kongresses von dem Vorfall zu berichten und gleichzeitig um Unterstützung zu bitten. Bleiben Sie dran.

-- KM

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften