Kampfansage an den Wildtierschmuggel in Zentralasien durch Anti-Schmuggler-Schulungen

Eine Schulungsteilnehmerin aus Kasachstan ging durch die Kontrolle und trug dabei ganz offen sichtbar einen verbotenen Elfenbeinarmreif.Ca. 30 Zollbeamte, Grenzpolizisten und Wildschutzbeamte aus Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und der Mongolei kamen im kasachischen Almaty für einen fünftägigen IFAW-Trainingsworkshop zur Prävention von Wildtierschmuggel zusammen.

Der gemeinsam vom Forstkomitee des kasachischen Agrarministeriums, UNDP und IFAW finanzierte Workshop bot den Teilnehmern die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Kompetenzen im Bereich Wildtierschmuggel auszubauen.

Das Training bestand sowohl aus theoretischen als auch aus praktischen, von internationalen Experten geleiteten Seminaren zu den Themen Schutzstatus von Tierarten, Verbreitung des Wildtierschmuggels, seine effektive Bekämpfung, internationale Handelsabkommen und behördenübergreifende Zusammenarbeit in Sachen Artenschutz.

Die Teilnehmer übten sich in der Identifizierung und im Umgang mit häufig im zentralasiatischen Raum geschmuggelten Tierarten und eigneten sich Wissen und Methoden zur Prävention von illegalem Wildtierhandel an.

Bei einem Besuch im Abflugbereich am internationalen Flughafen in Almaty erfuhren die Teilnehmer auf anschauliche Weise alles über Schmuggeltechniken, gefälschte Zulassungspapiere und durften dann selbst mit verteilten Rollen die Zollinspektion nachspielen.

Die Teilnehmer ließen sich für die Verstecke der Tierteile und Tierprodukte einiges einfallen, um sie unbemerkt durch die Sicherheitschecks zu schmuggeln.

Ein Mann brachte eine Dose Kaviar in einem Pappbecher unter einer Kugel Eis unter und tat bei der Zollkontrolle so, als würde er es gerade essen.

Eine Schulungsteilnehmerin aus Kasachstan ging durch die Kontrolle und trug dabei ganz offen sichtbar einen verbotenen Elfenbeinarmreif.

Ein weiterer Teilnehmer schmuggelte einen Schildkrötenpanzer in seiner am Gürtel hängenden Baseballkappe. Ein weiterer versteckte erfolgreich einen ausgestopften Krokodilkopf in seiner Hose – was unter den restlichen Teilnehmern für viel Gelächter sorgte.

Während der Schmuggelübungen gesellte sich der Zolldirektor des Flughafens zu uns. Er war sehr beeindruckt und lud die „Passagiere“ dazu ein, bei echten Zollbeamten den Sicherheitscheck zu passieren. Kein Wunder, dass es den Teilnehmern gelang, so einiges zu schmuggeln. Am Ende der Übung sahen die Zollbeamten dann neugierig, aber auch schockiert dabei zu, wie die Teilnehmer immer mehr illegale Wildtierteile und -Produkte aus ihren Hosen- und Reisetaschen zogen und sie auf den wachsenden Stapel von „geschmuggelten“ Wildtierteilen auf den Boden warfen.

Der IFAW hat ähnliche Schulungen für Mitarbeiter von Strafverfolgungsbehörden in Georgien (für Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Weißrussland, die Ukraine, Moldawien und Lettland), in Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens, in Ozeanien und der Karibik sowie in Ost-, Zentral- und Südafrika und in Osteuropa durchgeführt.

--MV

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
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Kelvin Alie, Programmdirektor Wildtierhandel
Programmdirektor Wildtierhandel
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien