Jeder Tag sollte World Wildlife Day sein!

Wir müssen unsere Wildtiere wertschätzen und uns für sie einsetzen – jeden Tag. Genau daran soll uns der World Wildlife Day erinnern.

Und noch etwas sollte er uns in Erinnerung rufen: Wir, die Organisationen, die sich den Schutz der Wildtiere zur Aufgabe gemacht haben – ob im Bereich des Artenschutzes oder durch Hilfe für einzelne Not leidende Tiere – müssen unsere Meinungsverschiedenheiten beilegen und uns zu einer starken Bewegung vereinigen.

Der IFAW engagiert sich im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), das den eigenen Wert von Wildtieren anerkennt, anstatt sie lediglich als Handelsware zu betrachten.

Heute vor genau 41 Jahren wurde das CITES-Übereinkommen als Artenschutz-Konvention geschaffen, die auf echten Schutzmaßnahmen aufbaut. Bis heute hat sie nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt. Der IFAW wird auch in Zukunft CITES und andere Übereinkommen unterstützen, die sich für den nachhaltigen Schutz von Wildtieren einsetzen. Und wir werden gegen jegliche Maßnahmen eintreten, die einen Rückgang der Artenvielfalt oder einzelner Arten verursachen oder fördern oder die mit der grausamen und unmenschlichen Behandlung von Tieren einhergehen.

Der World Wildlife Day soll die Menschen informieren und das Bewusstsein für Fragen des Wildtierschutzes stärken. Und er spiegelt die Bedeutung unseres Engagements wider und bestärkt uns in unserer langjährigen, mittlerweile sehr weitreichenden Aufklärungsarbeit.

Unser Aufklärungsprogramm startete 1993 ganz bescheiden unter dem Namen „Animal Action Week“ in Großbritannien. Im Laufe der Jahre ist es sehr stark gewachsen. Mittlerweile werden im Rahmen des Programms teilweise sogar landesweit Lehrpläne für Gemeinden und Schulen entwickelt, und so inzwischen über fünf Millionen Lehrer und junge Menschen erreicht.

Unsere Materialien kommen in 20 Nationen zum Einsatz und werden in einem Dutzend verschiedener Sprachen und regionaler Dialekte gedruckt, zum Beispiel auf Englisch, Chinesisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Russisch, Arabisch, Afrikaans und Hindi sowie in Braille.

Diese für Lehrer der Primar- und Mittelstufe kostenlosen Lehrmaterialien sind in gedruckter Form, auf DVD sowie online verfügbar. Sie umfassen standardisierte Leitfäden, Unterrichtspläne, Arbeitsblätter, Videofilme, Schülerzeitungen, Poster und interaktive Aktionen. Bei einigen steht eine bestimmte Tierart oder -gruppe im Mittelpunkt, zum Beispiel Elefanten, Tiger, Meerestiere oder Hunde und Katzen.

Von Jahr zu Jahr wächst das Programm weiter. Die Rückmeldungen von Menschen, die daran teilgenommen haben, sind zum Teil herzergreifend und spornen uns an.

Zusätzlich gibt es auch zwischenmenschliche Auswirkungen: Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewalt gegen Menschen besteht und dass Gewalt und Mobbing an Schulen gemindert werden können, indem man humanistische Bildung in den Unterricht einbezieht.

Wir sollten uns nicht damit abfinden oder davon entmutigen lassen, was Wildtieren im Laufe der Jahrhunderte unter anderem durch Ausbeutung (heute in Form des Wildtierhandels) und Zerstörung von Lebensraum angetan worden ist. Wenn wir den künftigen Generationen Wertschätzung für die Schönheit und den Wert unserer Wildtiere vermitteln, sorgen wir dafür, dass Wildtiere jeden Tag gefeiert werden.

Azzedine Downes

Erfahren Sie mehr darüber, wie der IFAW sich weltweit für den Schutz von Wildtieren einsetzt.

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Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
IFAW Japan Representative
Repräsentantin IFAW Japan
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale