Japanische Walfangflotte läuft aus

Freitag, Dezember 28, 2012
Hamburg

Die japanische Walfangflotte hat den Hafen verlassen, um in der Antarktis fast 1000 Wale zu jagen.

Nach japanischen Medienberichten ist die Walfangflotte des Landes auf dem Weg zum Schutzgebiet im Südpolarmeer, um, trotz des globalen Widerstandes und mehreren internationalen Gesetzen, bis zu 935 Zwergwale und 50 der vom Aussterben bedrohten Finnwale zu töten.

„Die japanische Regierung verschwendet weiterhin Steuergelder der Bevölkerung indem sie das sinnlose und grausame Töten von Walen unterstützt“, so Dr. Ralf Sonntag, Meeresexperte des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW). „Jährlich werden mehrere Millionen Euro für den Erhalt der alternden Flotte aufgewandt. Diese wären in dem Ausbau von Walbeobachtungen im Land besser angelegt.“

Da kommerzieller Walfang weltweit verboten ist, betreibt Japan sogenannten wissenschaftlichen Walfang in den antarktischen Meeren.

„Den Walfang als wissenschaftlich zu bezeichnen, ist einfach lächerlich,“ so Sonntag weiter. „Seit 24 Jahren betreibt Japan nun schon kommerziellen Walfang unter dem Deckmantel der Wissenschaft, nur damit das Fleisch auf den Fischmärkten landen kann. Das muss jetzt endlich mal ein Ende haben.“

Im Gegensatz zu einem kleinen Markt für Walfleisch bietet das Whale-Watching eine profitable und humane Alternative zum Walfang. Weltweit werden damit ungefähr 2.1 Milliarde Euro im Jahr eingenommen. 

Allein in Japan betrugen die Einnahmen durch Walbeobachtung ungefähr 17 Millionen Euro. Im Moment gibt es an einem Dutzend Standorten an der japanischen Küste etwa 30 Anbieter von Walbeobachtungs-Touren. Ein Beweis, dass verantwortungsvolle Walbeobachtung der einzige, nachhaltige Weg zur „Nutzung“ von Walen ist. 

Der IFAW fordert alle Regierungen dazu auf, durch Einsetzen diplomatischer Mittel ein Ende des Walfangs zu fordern.

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