IWC: Südatlantisches Walschutzgebiet gescheitert
Pläne mehrerer südamerikanischer Nationen, den Südatlantik zu einem Walschutzgebiet zu machen, sind gescheitert. Gestern stimmte die seit Montag in Panama Stadt tagende Internationale Walfang-Konferenz (IWC - International Whaling Commission) darüber ab.
Für den Vorschlag stimmten 38 Länder, 21 Nationen votierten dagegen. Obwohl damit die Mehrheit der anwesenden Länder für ein Walschutzgebiet stimmte wurde die für den Beschluss notwendige Dreiviertel-Mehrheit verfehlt.
„Wir sind zutiefst enttäuscht, dass es Japan gelungen ist, mit einer knappen Sperrminorität diese langfristige und dringend notwendige Schutzmassnahme zu blockieren“, so Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) vor Ort in Panama. „Die Mehrheit der anwesenden Länder will mehr Schutz für die Wale.“
Die Einrichtung des Südatlantischen Walschutzgebiets wurde 1999 zum ersten Mal vorgeschlagen. Es hätte einen Länderübergreifenden Managementplan für die Wale dieser Region bedeutet und den hohen Stellenwert des Whalewatchings anerkannt, das eine zeitgemäße Alternative zum grausamen kommerziellen Walfang von Japan, Norwegen und Island ist.
Die Konferenz wird noch bis Freitag, 6. Juli tagen.
Die letztjährige IWC-Konferenz war im Chaos geendet, nachdem Japan und andere Nationen des Walfang-Blocks durch Verlassen des Treffens das Quorum gebrochen und damit eine Weiterarbeit verhindert hatten.
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