INTERPOL und IFAW führen bisher größte Operation gegen illegalen Elfenbeinhandel in Afrika durch

Zollbeamte in Zambia beschlagnahmen illagale Krokodil-Häute.
Dienstag, Juni 19, 2012
Hamburg

In einer groß angelegten Aktion gegen den internationalen Elfenbeinhandel verhaftete INTERPOL 200 Kriminelle, beschlagnahmte fast zwei Tonnen illegalen Elfenbeins, 20 Kilo Rhinozeroshorn und militärtaugliche Automatikwaffen. Die Operation lief über drei Monate und umfasste 14 afrikanische Länder (Äthiopien, Botswana, Ghana, Guinea, Kenia, Liberia, Mosambik, Namibia, Nigeria, Ruanda, Südafrika, Swasiland, Sambia und Zimbabwe).

Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und INTERPOL arbeiteten zusammen, um die kriminellen Organisationen anzugreifen, die hinter dem illegalen Elfenbeinhandel stecken. Die Behördenvertreter konfiszierten ebenfalls Löwen-, Leoparden- und Gepardenfelle, Krokodil- und Pythonhäute, lebende tropische Vögel, Schildkröten und andere geschützte Tierarten, die für den illegalen, weltweiten Wildtierhandel vorgesehen waren.

Mehr als 320 Beamte von verschiedenen Institutionen, darunter Polizei, Zoll, Umweltbehörden, Veterinärämter, Flughafen-Sicherheit, Tourismusministerien und nationale Strafverfolgungsbehörden nahmen an „Operation Worthy“ teil. Sie beinhaltete Einsätze auf Märkten, in Häfen, Geschäften, Grenzübergängen und Straßenkontrollen.

„Jeder Elefant, der für sein Elfenbein getötet wird, ist einer zuviel“, so Robert Kless, Kampagnenleiter des IFAW-Deutschland. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Elefanten sinnlos abgeschlachtet werden. Einige Länder, die Elefantenpopulationen haben, tun viel für den Schutz der Dickhäuter – der Rest der Welt muss sie in diesen Bemühungen unterstützen. Das bedeutet, dass die reicheren Staaten den IFAW unterstützen müssen in der Fortbildung behördlicher Mitarbeiter vor Ort, wir müssen den illegalen Handel untersuchen und die Sicherheit unseres gemeinsamen Naturerbes gewährleisten.“

„Dies war die bisher größte, von INTERPOL koordinierte Operation gegen den illegalen Elfenbeinhandel“, so David Higgins, Leiter der Abteilung Umweltverbrechen bei INTERPOL. „Die Aktion war beispiellos nicht nur, was die Zahl der Beschlagnahmungen und Verhaftungen angeht, sondern sie stellt auch den größten Schlag gegen die kriminellen Organisationen dar, die Millionen machen mit der Tötung von Wildtieren und der Zerstörung ihrer Lebensräume. Aber sie richtete sich auch gegen damit zusammenhängende Verbrechen wie Mord, Korruption und Geldwäsche.“

„Die Informationen, die wir durch Operation Worthy sammeln konnten, werden uns ermöglichen, die Verbindungen zwischen Wilderern und internationalen Netzwerken herzustellen, die für die Verbrechen verantwortlich sind und sie durchführen“, so Higgins weiter. „Indem wir ihre internationalen Verkehrswege identifizieren und wichtige Hintermänner verhaften, leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.“

Während Operation Worthy in Afrika durchgeführt wurde, konnte die staatliche Umweltpolizei in China (FPB) aufgrund von Informationen des IFAW 700 Fälle illegalen Wildtierhandels aufdecken. Dies geschah durch die Überprüfung von Webseiten und Razzien auf Antikmärkten. Die Behörden verhafteten 13 Banden, bestraften 1.031 illegale Händler, beschlagnahmten über 130.000 Wildtiere und 2.000 illegale Tierprodukte. Insgesamt 7.155 Geschäfte und 628 Webseiten, die geschützte Tiere anboten, wurden geschlossen.

An der chinesischen Operation beteiligten sich 100.000 Beamte aus verschiedenen Provinzen.

„Der IFAW ist stolz, dass unsere Arbeit und Informationen ein wichtiger Teil dieser beeindruckenden Razzia der chinesischen Behörden war“, sagt Grace Ge Gabriel, Leiterin des IFAW-Asien.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des IFAW (www.ifaw.org) beweist, dass die Nachfrage nach Elfenbein in China, aber auch anderen asiatischen Ländern, Hauptursache für die Elefantenwilderei in Afrika ist.

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Pressekontakt

Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
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Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Kelvin Alie, Programmdirektor Wildtierhandel
Programmdirektor Wildtierhandel
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien