Indien: Nashornwaisen kehren in die Wildnis zurück

Rhino orphan on his way to freedom
Montag, März 12, 2012
Hamburg

Zwei Nashorn-Waisen kehren nach jahrelanger Handaufzucht in der indischen Wildtierrettungsstation des  IFAW-WTI (Internationaler Tierschutz-Fonds – Wildlife Trust of India) Schritt für Schritt in die Freiheit zurück. Maju und Raja legten eine 450 Kilometer lange Reise vom Nationalpark Kaziranga nach Manas im Nordosten Indiens zurück. Ihre Auswilderung ist Teil eines Wiederansiedelungsprogrammes im Manas-Nationalpark, der seine gesamte Nashornpopulation durch Wilderei verloren hat.

Tragische Umstände machten Maju 2009 zum Waisen. Um ihr Junges zu beschützen, griff sie eine Gruppe von Forschern an, deren Auftauchen sie wohl erschreckt hatte. Die Parkranger, die die Wissenschaftler begleiteten, mussten das Nashorn-Weibchen aus Notwehr töten. Raja wurde 2008 allein in sehr kritischem Zustand aufgefunden, dehydriert und schwach. Von seiner Mutter fehlte jede Spur.

Beide Vorfälle passierten im Kaziranga-Nationalpark, UNESCO Weltnaturerbe, in dem über 70 Prozent der weltweiten Panzernashorn-Population (Rhinoceros unicornis) leben. Die Kälber wurden in die Wildtierrettungsstation des IFAW-WTI gebracht und von erfahrenen Veterinären und Pflegern aufgezogen. Jetzt werden sie als gesunde Männchen in den Manas-Nationalpark ausgewildert, um zum Aufbau einer stabilen Population und dem langfristigen Überleben der Art beizutragen.

Die Panzernashörner sind durch Wilderei, aber auch durch Mensch-Tier-Konflikte und Lebensraumzerstörung bedroht.

„Unser Wiederansiedelungsprojekt ermöglicht es, Nashörner wie Maju und Raja, die sonst gestorben wären oder ihr Leben in Gefangenschaft verbringen müssten, wieder in die Wildnis zu entlassen“, so Dr. Ralf Sonntag, Leiter des IFAW-Deutschland. „Mehr noch, sie helfen, im Manas-Park wieder eine neue Population zu etablieren.“

Vor Maju und Raja wurden schon drei Nashörner erfolgreich in Manas ausgewildert, mit ihnen begann das Wiederansiedelungsprojekt. Es wird zusätzlich unterstützt durch die Umsiedelung von Nashörnern aus dem Kaziranga-Nationalpark und dem Pobitora Wildlife Sanctuary.

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