IFAW und INTERPOL gemeinsam gegen den illegalen Wildtierhandel

Mittwoch, 18 November, 2015
Hamburg

IFAW Präsident Azzedine Downes (l.) unterzeichnet INTERPOL-Abkommen

Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) und INTERPOL unterzeichneten eine Vereinbarung, die ihre weltweite Zusammenarbeit gegen den internationalen Wildtierhandel und andere Umweltverbrechen ausweitet. Offiziell wurde die Kooperation während der heute in Singapur endenden, dreitägigen INTERPOL-UNEP (United Nations Environment Programme) Konferenz besiegelt.

„Der IFAW war 2013 die erste Umweltschutzorganisation, die mit der INTERPOL-Abteilung für Umweltkriminalität eine Zusammenarbeit vereinbarte, um gemeinsam Vollzugsmaßnahmen gegen die internationale, organisierte Wildtierkriminalität zu verbessern“, erklärt Robert Kless, Wildtierhandels-Experte des IFAW. „Der Schwerpunkt wird bei diesem Projekt auf direkten Operationen gegen die Wilderei und den illegalen Handel mit Produkten von Elefanten, Nashörnern und Tigern liegen.“

Der Vertrag wurde von Noboru Nakatani, Leiter des Interpol Global Complex for Innovation (IGCI), und IFAW-Präsident Azzedine Downes unterzeichnet.

INTERPOL und der IFAW haben in den letzten zehn Jahren bereits mehrere gemeinsame Projekte erfolgreich durchgeführt, so z. B. Project WISDOM im Kampf gegen Elfenbein- und Rhinozeroshorn-Schmuggler oder Operation Worthy – INTERPOLs bisher größter Schlag gegen die Elfenbein-Mafia. Diese Initiativen haben den Weg für Operation Infra Terra geebnet, die seit letztem Jahr gezielt Umweltverbrecher in aller Welt aufspürt. So konnte im Dezember 2014 der kenianische Kopf eines internationalen Elfenbeinschmuggler-Rings in Tansania verhaftet werden.

Ein weiterer wichtiger Teil dieser Zusammenarbeit ist das Project Web, das den illegalen Elfenbeinhandel im Internet untersucht.

Mehr als 2800 Vollzugsbeamte in 38 Ländern haben schon an IFAW-Trainings gegen den illegalen Wildtierhandel teilgenommen. Viele dieser Workshops fanden in Zusammenarbeit mit INTERPOL statt.

 

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