IFAW-Studie zeigt: Tatsächliche Kosten des japanischen Walfangs enorm

Dienstag, Februar 5, 2013
Tokio, Japan

Die japanische Regierung pumpt jährlich mehrere Millionen Euro in die unrentable Walfang-Industrie. Das belegt eine heute veröffentlichte Studie des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds).

Der Bericht „The Economics of Japanese Whaling“ zeigt außerdem, dass sogar Tsunami-Hilfsgelder umgeleitet wurden, um den Walfang zu unterstützen. Pro Jahr subventioniert die japanische Regierung ihren Walfang mit durchschnittlich über sechs  Millionen Euro (782 Millionen Yen), im Jahr 2011 stieg die Summe sogar auf über 18 Millionen Euro (2,28 Milliarde Yen).

Die vom IFAW in Auftrag gegebene ökonomische Studie präsentiert das bisher umfassendste Bild der japanischen Walfangindustrie. Der Report basiert ausschließlich auf Daten der japanischen Regierung, die erstmalig in dieser Form zusammengestellt werden.

„Die Studie belegt nun Schwarz auf Weiß, dass der grausame und unnötige Walfang auch ökonomisch absolut keinen Sinn ergibt“, erklärt Dr. Ralf Sonntag, Meeresexperte des IFAW. „Eine viel bessere Alternative für die Menschen und Wale, aber auch  wirtschaftlich, ist das Whalewatching.“

Von etwa einem Dutzend Standorten in Japan sind derzeit 30 Whalwatching-Firmen aktiv. 2008 erwirtschafteten sie etwa 16 Millionen Euro.

Erst im Dezember verließ die japanische Walfangflotte die Häfen, um in der Antarktis etwa 1.000 Wale zu erlegen. Japan tötet die Wale unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Der IFAW ist überzeugt, dass es sich dabei aber lediglich um kommerziellen Walfang handelt.

Walfang ist unnötig und grausam. Wissenschaftler sind sich einig, dass es keine humanen Tötungsmethoden für Wale gibt. Filmaufnahmen des japanischen Walfangs belegen das. Sie zeigen über halbstündige Todeskämpfe der Wale. Zudem landet der überwiegende Teil des Fleisches in Lagerhäusern oder wird billig an Schulen und Krankenhäuser verkauft.

 

Ein pdf der Studie finden Sie hier.

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