IFAW kooperiert mit der Clinton Global Initiative für humanen Umgang mit streunenden Hunden

The Clinton Global Initiative logo. c. CGI 2013Ein Rudel streunender Hunde kann in einem Dorf durchaus Angst verbreiten. Oft wird dann zu grausamen Mitteln wie Schlagstöcken oder Gift gegriffen, um das Problem zu "lösen". Solche schnellen „Lösungen“ schaffen das Problem jedoch niemals wirklich aus der Welt.

Beim heutigen Treffen der vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton gegründeten Entwicklungsinitiative Clinton Global Initiative in New York kündigte der IFAW an, sich im Rahmen der Initiative daran zu beteiligen, Lösungen für den Umgang mit streunenden Hunden zu finden, die Tieren und Menschen nachhaltig helfen.

Zurzeit arbeitet der IFAW bereits mit sechs Gemeinden in Bosnien und mit einer Gemeinde in Chile zusammen und entwickelt mit den dortigen Gemeinden Lösungen für den Umgang mit ihren Hunden. Lesen Sie auch: Der IFAW unterstützt eine chilenische Gemeinde erfolgreich beim Umgang mit streunenden Hunden

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Clinton Global Initiative, da dieser neue Ansatz die Möglichkeit eröffnet, gemeinsam mit Entwicklungshilfeorganisationen an unseren Zielen zu arbeiten. Diese Kooperationen bieten ganz neue Möglichkeiten, um das bereits lange bestehende Problem mit streunenden Hunden nachhaltig zu lösen. Und wir hoffen, dass wir diesen Ansatz dank des neuen Netzwerks, das uns die Clinton Global Initiative eröffnet, bald auch in anderen Regionen anwenden können.

Zurzeit arbeitet der IFAW bereits mit sechs Gemeinden in Bosnien sowie mit einer Gemeinde in Chile zusammen. Im Rahmen dieser Projekte entwickeln wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungsansätze für den Umgang mit ihren Hunden.

Es existiert bereits eine Kooperation zwischen dem IFAW und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), das streunende Hunde in Bosnien und Herzegowina als Gefahr für die Sicherheit der Menschen dort sieht. Der gemeindeorientierte Lösungsansatz des IFAW erwies sich hier als geeignete Methode, um die Menschen vor Ort in die Lage zu versetzen, selbst nachhaltige Lösungen für ihre Probleme zu finden.

In Chile können wir bereits eine erste positive Bilanz ziehen. Selbst Gemeindemitglieder, die dem Projekt anfänglich skeptisch gegenüberstanden, engagieren sich jetzt mit vollem Einsatz. In Bosnien gibt es inzwischen so viele Anfragen von Gemeinden, dass dies unser Budget und unsere personellen Kapazitäten übersteigt.

Sehr oft sind Lösungsversuche für das Problem mit streunenden Hunden in der Vergangenheit gescheitert, weil sie von Außenstehenden kamen oder weil die Gemeinden bei der Umsetzung auf Hilfe von außen angewiesen waren. Durch die Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeorganisationen, die seit Jahren mit ähnlichen Problemen wie wir kämpfen, können wir die Erfahrung und das Wissen aus beiden Welten zusammenbringen und so nachhaltige Lösungsansätze für Hunde und Menschen entwickeln.

Kate Nattrass Atema

Helfen Sie uns dabei, die Lebensbedingungen von Tieren und Menschen nachhaltig zu verbessern.

Kommentar schreiben:

Experten

Alexa Kessler, Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Cora Bailey
Director, Community Led Animal Welfare (CLAW)
Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Hanna Lentz, Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Kate Nattrass Atema, Programmdirektorin Haustiere
Programmdirektorin Haustiere
Nancy Barr, Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe