IFAW klärt Schweizer Naturschützer über Gefahren des Elfenbeinhandels auf

Die Autorin im Gespräch mit Festivalbesuchern.Ein Wochenende lang war der Internationale Tierschutz-Fonds vor kurzem im schweizerischen Bex bei einem von der Organisation "Images de Nature" veranstalteten Fotografie- und Filmfestival zum Thema Naturschutz zu Gast.

Zu den Gästen des Festivals zählten auch die renommierten Fotografen Tony Crocetta und Eric Dragesco. Von Interviews über Fotoausstellungen bis hin zu Filmvorführungen - alle Aktionen des Wochenendes drehten sich rund um ein Thema: Die Schönheit der Natur und ihre Zerbrechlichkeit. Selbige wurden anhand eindrücklicher Foto- und Filmaufnahmen anschaulich dokumentiert und auch der IFAW leistete seinen Beitrag dazu, um die grundlegende Botschaft der Veranstaltung an das Publikum zu bringen: Es ist höchste Zeit zu handeln!

Der IFAW veranstaltete Workshops für Schüler, bei denen die didaktischen Materialien zum Thema Elefanten aus unserem Aufklärungsprogramm für Schulen "Animal Action Education" zum Einsatz kamen. Über 100 Schüler erfuhren auf diesem Weg über unsere Aktivitäten auf dem Gebiet und ließen sich interessiert über die Gefahren für Elefanten durch den Elfenbeinhandel aufklären. Sie schauten unseren Film "Elefanten vergessen nicht", in dem niedliche Babyelefanten zwar für viele Lacher sorgten, der aber auch über die traurige Realität der Wilderei aufklärte. Die abschließende Botschaft des Films, dass jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten kann, die prächtige Art vor dem Aussterben zu bewahren, weckte in vielen der jungen Zuschauer das Bedürfnis, etwas zu unternehmen. Ein paar von ihnen kamen nach dem Workshop auf mich zu und alle bekamen Informationsmaterial mit nach Hause. Wir hoffen, dass die jungen Menschen unsere Botschaft auf diesem Weg weiterverbreiten. Sehr überrascht waren die jungen Leute zu erfahren, dass der Elfenbeinhandel im Internet tatsächlich ein Problem von so großer Tragweite ist und nahmen den Hinweis, dass sie selbst etwas unternehmen können, indem sie verdächtige Elfenbeingegenstände bei Betreibern von Onlineportalen melden, dankbar an.

Auf der Veranstaltung gab es außerdem eine allgemeine Präsentation der Arbeit des IFAW über seine Ziele, Aktionen und Ansätze. Die perfekte Abrundung dieser Präsentation stellte ein persönlicher Erfahrungsbericht der Botschafterin unseres Aufklärungsprogramms Animal Action Education Olivia Mokiejewski über die Arbeit mit uns dar.

Im Anschluss an die Präsentation gab es eine Vorführung der für das französische Fernsehen produzierten Dokumentation von Jean-Sébastien Desbordes und Alexandre Paré über den Einsatz des IFAW in Bouba-Ndjida, die vergangenes Jahr ausgestrahlt wurde. In der Dokumentation spricht unsere Leiterin des für Frankreich und das frankophone Afrika zuständigen Büros Céline Sissler-Bienvenu über das verheerende Massaker, bei dem im Januar vergangenen Jahres im Bouba-Ndjida-Nationalpark im Norden Kameruns 650 Elefanten getötet wurden. Auf einer großen Leinwand wurde die bewegende Dokumentation über das Grauen der Wilderei einem 600-köpfigen Publikum vorgeführt. Viele Leute kamen nach der Vorführung auf mich zu, um ihrer Betroffenheit Ausdruck zu verleihen oder uns für unsere Arbeit zu danken.

Das ganze Wochenende hindurch arbeitete ich an unserem Stand, der mit Plakaten und der tonlosen Projektion von "Elefanten vergessen nicht" zahlreiche Besucher anlockte. Das erschreckende Bild eines nach einem Überfall von Wilderern zurückgelassenen Elefantenkadavers erregte bei den Besuchern Aufmerksamkeit und weckte Gesprächsbedarf. Am Stand lagen verschiedene Informationsmaterialien zu unseren Projekten aus, der thematische Schwerpunkt lag aber klar auf Elefanten und Wilderei. Viele Besucher waren über die Tragweite des Problems schockiert und wollten in Erfahrung bringen, was sie selbst dagegen tun können. Viele von ihnen bezweifelten, als Europäer einen echten Beitrag leisten zu können, angesichts der Tatsache, dass der größte Markt für Elfenbein in China ist. So kamen die Gespräche oft auf die Aktionen, die wir in Europa durchführen, wie z.B. unsere Plakataufklärungskampagne "Was bringen Sie eigentlich aus dem Urlaub mit?". Dass wir auch sehr viel in China arbeiten, freute viele Besucher zu hören.

Die Plakatmotive für unsere Kampagnen "Was bringen Sie eigentlich aus dem Urlaub mit?" und "Bleiben nur Worte?" wurden von Besuchern als treffend und wirkungsvoll empfunden. Nach der Präsentation unseres Programms Animal Action Education kamen viele Lehrer auf mich zu, die daran interessiert waren, unsere Unterrichtsmaterialien für ihren eigenen Unterricht einzusetzen.

Im Großen und Ganzen war die "Images de Nature"-Veranstaltung eine fantastische Gelegenheit für uns, die Botschaft des IFAW an die Menschen zu bringen. Hoffentlich können wir auch in den kommenden Jahren an dieser tollen Veranstaltung mitwirken. Ich danke der Organisation "Images de Nature" und ganz besonders Jacques Tournel für seinen herzlichen Empfang und seine große Unterstützung für unsere Arbeit. Mein ganz besonderer Dank geht auch an Sylvia Ange und Marine Drouilly für ihre Hilfe an unserem Stand.   

 --MC

 

Mehr Informationen über unsere Aufklärungsprogramm Animal Action Education finden Sie hier.

Kommentar schreiben:

Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien