IFAW begrüßt Ende der Finnwaljagd in Island

Abgeschlachteter Finnwal
Dienstag, Mai 8, 2012
Hamburg

 

Medienberichten zufolge beendet Island die grausame Jagd auf Finnwale. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), der seit Jahren Whalewatching als humane und profitable Alternative zur Waljagd fördert, begrüßt diese Neuigkeiten.

Kristjan Loftsson, der alleinige Unternehmer, der für das Töten von 280 Finnwalen in isländischen Gewässern in den letzten sechs Jahren verantwortlich ist, begründete schon letztes Jahr seinen Verzicht auf die Waljagd mit Tsunamibedingten Absatzschwierigkeiten in Japan. Nun gab er bekannt, auch in diesem Jahr keine Finnwale jagen zu wollen.

„Wir sind sehr froh, zu hören, dass in Island keine Finnwale mehr grausam und unnötig abgeschlachtet werden“, so Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW-Deutschland. „Wir freuen uns außerdem, dass Herr Loftsson zugibt, dass diese altmodische Industrie unökonomisch ist. Das ist genau, was unsere Studien in den letzten Jahren gezeigt haben. Es ist nur sehr tragisch, dass 280 Finnwale für dieses gescheiterte Wirtschaftsexperiment sterben mussten.“ 2006 wurden sieben Finnwale in Island getötet, 125 in 2009 und 148 in 2010.

Isländische Medien berichten heute, dass Loftsson mit dem Verband Isländischer Fischer zu keiner Einigung kam hinsichtlich der Löhne und Konditionen für die Schiffsbesatzung und dass er glaubt, der Markt für Walfleisch habe sich noch immer nicht von den Folgen des Tsunamis 2011 erholt.

Loftsson exportiert regelmäßig relativ kleine Mengen Finnwalfleisch an seine eigene Firma in Japan. Eine Nachfrage gibt es dort bisher aber nicht.

Trotz dieser guten Nachrichten geht die Jagd auf Zwergwale in Island aber weiter. Der IFAW fordert Island auf, jegliche Jagd auf Wale zu beenden und stattdessen verantwortungsvolles Whalewatching zu unterstützen.

Letztes Jahr wurden 58 Zwergwale in Island von zwei Firmen getötet, die selbst auferlegte Quote betrug 216. Die ersten Zwergwale dieser Saison wurden bereits in den letzten Wochen harpuniert.

2011 startete der IFAW in Island die Kampagne „Meet Us, Don’t Eat Us“, die Touristen ermutigt, an Whalewatching-Touren teilzunehmen, anstatt Walfleisch in Restaurants zu probieren.

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