Hilfe für Schimpansen auf Ngamba Island

Der Schimpanse Afrika bekommt im Wald seine Fellpflege. c. IFAWUngefähr 16 Meilen vor der Küste Ugandas im Victoriasee liegt auf Ngamba Island die Schimpansen-Rettungsstation Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary & Wildlife Conservation Trust (CSWCT). Es leben dort 44 Schimpansen, die vom Stationsleiter und seinem Team aus 13 Pflegern versorgt werden.

Die idyllische Insel hat eine Fläche von 40 Hektar, von denen 80% nur aus Wald bestehen. So haben die Schimpansen namens Mawa, Afrika oder Baron reichlich Platz zum Streunen. Es gibt außerdem ein innenliegendes Gehege, wo die Schimpansen fressen, an Seilen und Reifen klettern und sich nachts in mit Stroh ausgelegten Hängematten zur Ruhe legen können.

So sehr die Welt hier auch in Ordnung scheint, ganz unberührt von den Wogen der Finanzkrise, die ja bekanntlich viele Tierschutzorganisationen in Mitleidenschaft gezogen hat, ist auch Ngamba Island nicht geblieben. Im Jahr 2009 war die Leitung gezwungen, Personal zu kürzen und Futterrationen, tiermedizinische Versorgung, die Instandhaltung der Anlagen und die Sozialleistungen für die Angestellten auf Sparflamme zu setzen.

Die schlechten Zeiten dauerten an und Mitte 2011 stand es so schlecht um die Station, dass sogar Löhne und Rechnungen für Futterlieferanten nicht mehr pünktlich bezahlt werden konnten.

Hier sprang der IFAW mit einer Spende von 25 333 US-Dollar in die Bresche, die unter anderem an Angestellte und Lieferanten gingen. Die Spende war schon eine große Erleichterung, das Problem war dadurch aber noch nicht aus der Welt.

Die Schimpansen-Rettungsstattion möchte nun den Schritt in die finanzielle Selbstständigkeit schaffen. Dazu ist der Plan, mehr Touristen auf die Insel zu holen. Im Juli 2011 löste der CSWCT einen privaten Tourveranstalter ab, um eigenständig Touren zur Insel zu organisieren.

Der IFAW unterstützt die Schimpansen-Station im Jahr 2012 mit einer weiteren Spende von 30 000 US-Dollar. Ein Teil des Geldes fließt in Motoren für zwei Boote, die für den Transport der Touristen eingesetzt werden.

-- SN

Kommentare: 1

 
Gast
2 Jahre ago

Menschen, die sich zur Aufgabe machen, Tieren in ihrer Not zu helfen, sind für mich beinahe Heiige.Mein Mann und ich können aus Altersgründen leider nicht mehr an der Front arbeiten, wir unterstützen jedoch den VGT, Respektiere, und andere Vereine. Vielleicht gibt es auch für Ihren Einsatz eine kleine Finanzspritze. Wir danken allen Menschen, die Tieren helfen.

Barbara Dolinar

Post a comment

Experten

Kampagnenberater
Kampagnenberater
Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien