Hündin Cutie musste viel durchmachen, bis sie ein Zuhause fand

Als Cutie in die Klinik kam, litt sie stark an Räude.Diesen Bericht hat Brian Bergman geschrieben. Er ist leitender Tierarzt der Mdzananda-Tierklinik des IFAW in Khayelitsha, einem der größten Armenviertel Kapstadts.

Cutie hat viel durchgemacht. Das erste Mal kam sie vor drei Jahren in die Mdzananda-Tierklinik. Sie hatte ihr komplettes Fell verloren und litt stark an Räude. Wir glaubten nicht mehr, dass ihr Fell je wieder wachsen würde, da die Räude schon im fortgeschrittenen Stadium war. Einer unserer Klinikassistenten verliebte sich jedoch in den haarlosen Welpen und taufte sie auf den Namen "Cutie".

Zu unserer Überraschung begann ihr Fell, sechs Monate nachdem wir mit der Räudebehandlung begonnen hatten, wieder zu wachsen. Und nach einem Jahr war sie wieder ganz gesund.

Es wollte mir nicht einleuchten, warum sie kein Zuhause fand, nachdem ihr Fell wieder nachgewachsen war. Einige Leute meinten, es läge an ihrem stechenden Blick. Ich fand ihre Augen schön. Da niemand sie aufnehmen wollte, lebte sie mit einer Gruppe anderer Hunde in der Klinik.

Cutie war immer die Erste, die uns morgens begrüßte. Die meiste Zeit des Tages lag sie in der Sonne. Hin und wieder machten ehrenamtliche Helfer mit ihr einen Spaziergang am Strand. Neue Besucher, wie beispielsweise Schüler, die in der Klinik helfen und etwas über Tiere lernen wollten, begrüßte Cutie immer mit ihrer charmanten, freundlichen Art.

Cutie mit "ihrer Schwester".

Vor sechs Monaten dann riss sich Cutie das Kreuzband. Sie hatte starke Schmerzen. Wir operierten die Verletzung, und sie erholte sich langsam. Einen Monat nach der Operation sah ich plötzlich, dass sie wieder hinkte. Das Band, das wir benutzt hatten, um ihr Kreuzband zu stabilisieren, war gerissen und wir mussten erneut bei Null anfangen.

Eines unserer Vorstandsmitglieder, Gemma Driscoll, die früher zudem als Tierärztin in der Klinik gearbeitet hatte und die Cutie gut kennt, fragte einen Spezialisten, ob er die Operation noch einmal durchführen könne.

Das Team des Cape Animal Medical Centre bot daraufhin an, die Operation sowie die gesamte postoperative Behandlung kostenlos durchzuführen. Cutie bekam wöchentliche Akkupunkturbehandlungen und homöopathische Spritzen. Auch Dawn Jownes, eine Tierphysiotherapeutin beim Blue Cross Hospital in Newlands, kümmerte sich drei Monate lang zweimal pro Woche um Cutie.

Cuties Bein, das fast amputiert worden wäre, ist dank der Operation und der anschließenden Rehabilitation, wieder voll funktionsfähig.

Während der Nachbehandlung nahm ich Cutie zu mir nach Hause, um ihre Genesung zu unterstützen. Als Tierarzt habe ich bisher immer klare Grenzen gezogen, was die Tiere in der Mdzananda-Tierklinik angeht (Ansonsten hätte ich zuhause bestimmt 20 Hunde und 15 Katzen.). Wenn man jedoch ein Tier zur Pflege aufnimmt, ist es kaum möglich, Abstand zu behalten. So wurde Cutie innerhalb kurzer Zeit zum festen Mitglied der Familie und wir entschieden, dass sie bleiben musste.

Cutie genießt jetzt ihre Spaziergänge im Wald und am Strand. Und mit ihrer „Schwester“ Sophie klettert sie auf Berge. Es ist wundervoll zu beobachten, wie ihre Persönlichkeit sich mit der Zeit entwickelt. In der Mdzananda-Klinik war sie eher zurückhaltend und verschmust gewesen. Heute ist sie neugierig und verspielt und verrückt nach Schmetterlingen und Eichhörnchen. Leider ist auch eines ihrer Hobbys, sich in übelriechenden Dingen zu wälzen.

Cuties Genesung ist ein Musterbeispiel dafür, wie Menschen an einem Strang ziehen und damit einem Tier in Not helfen. Genau dies ist auch das Ziel des IFAW: Wir wollen gemiensam das Leben von Tieren wie Cutie überall auf der Welt besser machen.

Brian Bergman

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zur Rettung von Hunden und Katzen in den Townships von Kapstadt.

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