Gute Nachrichten: Europäischer Gerichtshof hält am Urteil zum EU-Robbenhandelsverbot fest

Kanadische Robbenjäger benutzen Hakapiks (spezielle Spitzhacken), um die Sattelrobben zu erschlagen.Der Europäische Gerichtshof hat eine Berufung gegen das europäische Robbenhandelsverbot durch die kanadische und die norwegische Robbenindustrie abgelehnt.

Dies war ein erneuter Versuch von Kanada und Norwegen, das EU-Robbenhandelsverbot zu kippen. Die aktuelle Entscheidung bestätigt damit erneut das ursprüngliche Urteil des Europäischen Gerichtshofes gegen den Robbenhandel innerhalb der EU.

Mitfinanziert werden die Angriffe auf das Robbenhandelsverbot teilweise von den Regierungen Neufundlands und Labradors, wo die Robbenindustrie rückläufig ist, sowie vom Fur Institute of Canada, der Firma Rieber Skinn und der kanadischen Seal Marketing Group.

Auch Inuit-Gruppen waren an der Berufung beteiligt, obwohl das europäische Robbenhandelsverbot bereits eine Ausnahmeregelung enthält, die den Handel mit Robbenfellen aus der traditionellen Jagd durch die Inuit und andere indigene Bevölkerungsgruppen erlaubt.

Bisher sind sämtliche Versuche, das Robbenhandelsverbot der EU zu kippen, zu verschieben oder zu blockieren, fehlgeschlagen.

Allerdings gibt es momentan eine neue Bedrohung für das EU-Handelsverbot mit Robben: Ein Ausschuss der World Trade Organisation prüft gerade, ob das europäische Verbot gegen internationale Handelsverordnungen verstößt. Mit einem Ergebnis kann voraussichtlich im November oder Dezember dieses Jahres gerechnet werden. Natürlich beobachten wir fortwährend die Entwicklungen und halten Sie auf dem Laufenden.

Sheryl Fink

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zur Beendigung der kommerziellen Robbenjagd in Kanada.

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Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien