Grund zur Hoffnung

Wie viele andere Menschen kehre auch ich zu Beginn eines neuen Jahres einmal in mich. Es ist für mich immer ein guter Zeitpunkt, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, mir die Ziele und Visionen des IFAW noch einmal zu verdeutlichen und festzustellen, inwieweit diese Ziele auch erreicht worden sind.

Wenn Tiere einem etwas bedeuten, dann kann es einem fast täglich das Herz brechen, die Nachrichten zu lesen. Man liest von Rekordzahlen beim Aufgriff von Elfenbein und weiß, dass Hunderte Elefanten wegen genau dieses Elfenbeins, das eigentlich kein Mensch braucht, getötet werden. Man liest von Hunden und Katzen, die nicht nur in armen Regionen, sondern auch in wohlhabenden Gegenden der USA und in Europa unter erschreckenden Bedingungen gehalten werden. Man liest, dass Wale, Robben, Tiger und andere Wildtiere nach wie vor für überflüssige Luxusprodukte gejagt werden.

Doch trotz alldem besteht Grund zur Hoffnung, wenn wir die Entwicklungen über einen längeren Zeitraum hinweg betrachten. Die Tierschutzbewegung ist eben genau das: eine Bewegung. Wir setzen uns kontinuierlich für einen kulturellen und politischen Wertewandel ein, damit Menschen endlich ihre Einstellung zu Tieren ändern und die Bedeutung unserer Arbeit anerkennen.

Der Fortschritt wird dabei nicht in Tagen, Wochen, Monaten und nicht einmal in Jahren gemessen, sondern in Jahrzehnten.

Wir wissen, dass Tiere es besser haben können. In diesem Jahr gab es für uns einige wichtige Siege, die Anlass zur Hoffnung geben, dass sich tatsächlich etwas ändern kann:

- Der Europäische Gerichtshof hat eine Anfechtung der Robbenjagd-Industrie gegen das EU-Handelsverbot für Robbenprodukte abgelehnt. Dies ist nur eine von vielen Anfechtungen gegen das Handelsverbot. Aber die Verabschiedung und Einführung des Handelsverbots zeigt, dass der Handel nicht immer über den Tierschutz triumphiert. Wir werden dieses Handelsverbot weiterhin verteidigen und auch das Recht der Bürger, von ihren Regierungen zu fordern, den Tierschutz zu bei Handelsabkommen zu berücksichtigen.

- Der Manas-Nationalpark in Indien wurde von der roten Liste des gefährdeten Welterbes genommen. Dies ist auch der Arbeit des IFAW und seiner Partnerorganisation WTI in Indien zu verdanken, die gemeinsam die Wiederansiedlung von Elefanten, Nashörnern und anderen Wildtierarten im Park veranlasst haben. Wildtierbestände waren zuvor stark durch Wilderei dezimiert worden. Indem wir gemeinsam mit lokalen Gemeinden und Regierungen eine sichere Umgebung schaffen, können wir Wildtiere auch in einige „leere“ Gegenden zurückzubringen.

- In der Nähe der IFAW-Zentrale auf Cape Cod, einem der für Massenstrandungen von Walen und Delfinen anfälligsten Orte der Welt, ist die Überlebenschance für gestrandete Tiere von 15% im Jahr 1999 auf 57% im letzten Jahr gestiegen. Diese positive Entwicklung ist der ständigen Optimierung der Abläufe und Ausrüstung bei unseren Rettungseinsätzen zu verdanken. Indem wir alle Einsätze wissenschaftlich begleiten und analysieren, können wir immer mehr Tieren helfen.

All das wäre ohne die fortwährende und treue Unterstützung durch unsere Förderer in aller Welt nicht möglich gewesen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass viele, viele Menschen Jahr für Jahr unsere Mission, die Erde zu einem besseren Ort für Tier und Mensch zu machen, unterstützen. Es ist zwar noch ein langer Weg, doch es gibt Fortschritte und je mehr Menschen sich uns anschließen, desto einfacher wird der Weg werden.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, glückliches und hoffnungsvolles neues Jahr.

-- Fred

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Erica Martin, Vizepräsidentin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Vizepräsidentin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Sonja Van Tichelen, Regionaldirektorin Europäische Union
Regionaldirektorin Europäische Union