Eselreservat auf Bonaire freut sich über Spende des IFAW

Der IFAW spendete 5000 Euro an das Eselreservat Bonaire.Der Frühling hätte für das Eselreservat auf Bonaire nicht besser beginnen können. Es erhielt vom Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) eine Spende über 5000 Euro!

Das Geld ist dort wirklich sehr gut aufgehoben. Die Niederländerin Marina Melis und ihr Mann Ed Koopman schufen das Eselreservat Bonaire vor zwanzig Jahren. Sie wollten sich gemeinsam um kranke, verletzte und verwaiste Esel auf der Insel kümmern. Sie kauften ein Grundstück und errichteten Gebäude und eine Futterstelle. Marina und Ed hatten auch schon früher immer viele Esel zu versorgen, doch im Moment sind sie überlastet. Das Reservat sollte ursprünglich 100 Esel aufnehmen können, doch mittlerweile leben dort fast 500 Esel. Die Spende des IFAW wird für den Bau neuer Futterkrippen verwendet werden. Diese werden aus Beton gebaut, damit die Esel sie nicht umwerfen, wenn sie sich begeistert auf's Futter stürzen. Der Bereich für die neue Futterstation wird außerdem erhöht. Wir sind sehr glücklich, diesen wirklich guten Zweck unterstützen zu können!

Die Niederländerin Marina Melis mit einem ihrer Schützlinge.Bonaire ist für sein trockenes Klima und seine karge Vegetation bekannt. "Aber was machen denn dann bloß all die Esel dort?" werden Sie sich nun vielleicht fragen. Diese Esel wurden im 17. Jahrhundert von den Spaniern dort hingebracht. Sie wurden als Last- und Zugtiere eingesetzt. Als moderne Transportmittel erschwinglich wurden, überließ man die Esel sich selbst. Für die meisten von ihnen nahm das kein gutes Ende. Da Bonaire so trocken und karg ist, leiden viele Tiere unter Unterernährung und Wassermangel. Weitere Gefahren für die Esel sind Tetanus, Misshandlung und Verkehrsunfälle. Das Eselreservat Bonaire springt ein, wenn Esel in Not sind. Kranke und verletzte Tiere werden ins Reservat gebracht, wo sie genesen können. Wenn die Fohlen und Stuten wieder gesund sind, können sie den Rest ihres Leben in der Sicherheit des Reservats verbringen. Die Hengste werden kastriert und wieder freigelassen. Sie sind oft aggressiv und können deshalb nicht im Reservat bleiben. Sie müssen gut im Auge behalten werden.

Bewohner des Eselreservats Bonaire.Die Betreiber des Eselreservats wünschen sich eine nachhaltige Lösung für das Eselproblem auf der Insel. Von Regierungsseite gab es Pläne, die Esel einzufangen und nach Haiti zu bringen. Diese Lösung ließ jedoch den Stress außer Acht, den das Einfangen für die Tiere bedeuten würde. Da die Esel von Bonaire wilde Esel sind, eignen sie sich nicht im Geringsten für eine Zusammenarbeit mit Menschen.

Ein Esel ruht sich aus.Marine und Ed legten einen neuen Plan vor. Sie wollen die Esel einfangen und ihnen ein gutes Leben im Reservat bieten. Es gibt noch ca. 150 wilde Esel auf der Insel, die meisten davon trächtige Stuten. Die Hengste werden nach ihrer Kastration wieder freigelassen, doch zumindest können sie keine neuen Esel mehr zeugen! Zurzeit verhandelt das Reservat seinen Plan mit der Regierung. Der Bau der Futterstelle hat bereits begonnen und kann dank der Spende des IFAW bald abgeschlossen werden. Wir freuen uns, das Reservat unterstützen zu können und den Eseln von Bonaire damit ein besseres Leben zu ermöglichen.

--AVH

Um Projekte wie das für die Esel von Bonaire unterstützen zu können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien