Erstmalig offiziell: IFAW und Interpol kämpfen gemeinsam gegen illegalen Wildtierhandel

IIm Video spricht Azzedine Downes, Generaldirektor und Präsident des IFAW, über die Zusammenarbeit von IFAW und INTERPOL.

Der Internationale Tierschutz-Fonds und INTERPOL besiegelten gestern in der INTERPOL-Zentrale im französischen Lyon ihre langjährige Zusammenarbeit ganz offiziell mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung. Es war das erste Übereinkommen dieser Art, das die INTERPOL-Abteilung für Umweltverbrechen je gemeinsam mit einer Nichtregierungsorganisation getroffen hat.

In dem Dokument sind die Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Vorgehen gegen den weltweiten Wildtierhandel festgelegt, insbesondere gegen Wilderei und Schmuggel von Tiger-, Nashorn- und Elefantenteilen. Da der illegale Handel mit Wildtierprodukten ein globales Phänomen ist und INTERPOL dank seines internationalen Wirkungsbereichs Polizeioperationen sowohl in Herkunftsländern als auch in Transit- und Zielländern durchführen kann, ist die internationale Polizeibehörde ein ungemein wichtiger Akteur.

Seit 2006 nahmen an den IFAW-Workshops zur Prävention von W

ildtierschmuggel 1.745 Teilnehmer in 59 Workshops in 36 Ländern teil. Viele davon wurden in Zusammenarbeit mit INTERPOL durchgeführt.

Im März und April 2012 finanzierte der IFAW die in 14 afrikanischen Ländern durchgeführte INTERPOL-Operation WORTHY. Viele Einsatzkräfte aus diesen Ländern nahmen an unseren Trainingsworkshops teil, die sie auf das Aufspüren von geschmuggeltem Elfenbein und Rhinozeroshorn vorbereiteten. Bei der Operation nahm INTERPOL 214 Personen fest und beschlagnahmte zwei Tonnen Elfenbein, 20 kg Rhinozeroshorn und 30 illegale Feuerwaffen. Die Operation ist lediglich ein erster kleiner Schritt in der langfristigen Strategie von IFAW und INTERPOL, den Schmuggel von Elfenbein und Rhinozeroshorn in Afrika und anderswo zu reduzieren.

Dank der offiziellen Besiegelung unserer jahrelangen vertrauensvollen Partnerschaft werden wir in Zukunft mit INTERPOL noch enger zusammenarbeiten und langfristiger planen können. Die Partnerschaft soll auch als Beispiel für andere NGOs dienen. Keine Regierung und keine NGO ist groß genug und verfügt über ausreichende Ressourcen, um dem Wildtierschmuggel allein Einhalt zu gebieten. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann etwas bewegt werden.

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Mehr Informationen über unsere Zusammenarbeit mit INTERPOL finden Sie hier.

 

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien