Erfolg für den Wildtierschutz: Der IFAW gehört zu den 20 bekanntesten Marken in China

IFAW Werbung in Clubs und U-Bahnen

Ende 2014 schrieb ich darüber, wie chinesische Prominente unsere IFAW Kampagne gegen den Kauf von Wildtierprodukten in China unterstützten. Nie hätte ich erwartet, dass die aufgrund der Kampagne ausgelöste mediale Aufmerksamkeit den IFAW als Tierschutzorganisation unter 20 bekanntesten Marken in China katapultieren würde.

Doch China Outdoor Data Corporation, ein in Peking ansässiges Marktforschungs­institut, veröffentlichte kürzlich einen Bericht, der dokumentiert, dass der IFAW 2015 zu den 20 bekanntesten Marken in China gehörte.

Laut dem Bericht entspricht die Bekanntheit der Marke IFAW einem Wert von 600 bis 700 Millionen Yuan. Dies entspricht etwa 100 Millionen US Dollar. Zudem ist der IFAW die einzige Nichtregierungsorganisation, die überhaupt in dem Ranking vorkommt.

Dies ist deshalb so wichtig, weil China der größte Abnehmer für Wildtierprodukte wie Elfenbein, Nashorn-Horn und Tigerknochen ist. Ziel der Aufklärungskampagne des IFAW ist die Reduzierung der Nachfrage für diese Produkte.

Die chinesischen IFAW Kollegen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung und sind mit den kulturellen Besonderheiten des Landes vertraut. Daher können sie diese bei der Gestaltung der Kampagnen berücksichtigen, um die chinesische Bevölkerung davon zu überzeugen, keine Wildtierprodukte mehr zu kaufen.

Dank der IFAW Aufklärungskampagne “Mama, ich habe Zähne” haben Millionen Menschen erst verstanden, dass man einen Elefanten für sein Elfenbein töten muss. In nur vier Jahren erreichte die Kampagne drei Viertel der chinesischen Bevölkerung, womit sich laut einer von Rapid Asia durchgeführten Umfrage der Anteil potentieller Käufer von Elfenbein unter den Chinesen von 54 auf 26 Prozent verringerte.

Dank der Aufklärung durch den IFAW verhängte die chinesische Regierung 2011 außerdem ein Verbot, Elfenbein, Nashorn-Horn und Tigerknochen zu versteigern. Das Verbot führte im darauffolgenden Jahr zu einer Verringerung der gesamten Auktionsverkäufe auf dem Festland um 40 Prozent.

Der IFAW arbeitet zudem seit 2007 mit dem E-Commerce-Giganten Alibaba und dessen Tochtergesellschaft Taobao zusammen und fordert auch andere Unternehmen auf, den Online-Handel mit Elfenbein, Nashorn-Horn, Tigerknochen, Bärengalle, Schuppen vom Schuppentieren und Haifischflossen zu boykottieren. Angeregt von Alibaba und Taobao entschlossen sich weitere chinesische Online-Firmen zu einer ´Null-Toleranz-Politik´ gegenüber dem Onlinehandel mit Wildtierprodukten.

Seit 2014 konnte die IFAW Aufklärungskampagne zum Schutz von Wildtieren auf die Unterstützung chinesischer Meinungsmacher aus diversen gesellschaftlichen Bereiche zählen: von Pop-Ikonen über bekannte Künstler bis hin zu Geschäftsleuten und Filmstars. 

Auch mehr als zwei Dutzend große Unternehmen unterstützten die Kampagne mit Sachleistungen. Und sie ist Teil des von USAID unterstützten ARREST-Programms zur Bekämpfung des Handels mit bedrohten Arten in Asien, die 80 Prozent der chinesischen Bevölkerung erreichte.

Der aus der Kampagne resultierende Meinungswandel spiegelt sich auch in verschärften chinesischen Bestimmungen und Durchsetzungsmaßnahmen wieder, wie beispielsweise der Kriminalisierung des Erwerbs und Konsums gefährdeter Arten, groß angelegten Zerstörungsaktionen von Elfenbein-Vorräten sowie Ankündigungen von China und den USA, den kommerziellen Handel mit Elfenbein zu stoppen.

Wir danken all unseren Unterstützern weltweit ohne deren Hilfe die Entwicklung und Umsetzung dieser so wichtigen und erfolgreichen Kampagne in China nicht möglich gewesen wäre.

Grace Ge Gabriel

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zum Schutz von bedrohten Wildtieren weltweit.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität