Elefantenfreunde aus aller Welt sagen „Nein!“ zum Elfenbein

In den vergangenen zwei Wochen überreichten Mitarbeiter des Internationalen Tierschutz-Fonds aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, anderen europäischen Ländern sowie Australien und den USA fast 290.000 Unterschriften von IFAW-Unterstützern an Regierungsvertreter. Mit dieser Aktion sollen Regierungen dazu aufgerufen werden, Maßnahmen zum Schutz der Elefanten vor Wilderei und illegalem Elfenbeinhandel zu ergreifen.

Die Übergabe der Unterschriften erfolgte im Zusammenhang mit der anstehenden Tagung des Ständigen Ausschusses der Konvention über den Internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) in Genf. Die CITES hatte 1989 zwar ein internationales Handelverbot für Elfenbein verabschiedet, Elfenbeinverkäufe seither aber immer wieder zu einzelnen Gelegenheiten zugelassen.

Der Ständige Ausschuss ist das Herzstück der CITES. Er besteht aus Regierungsvertretern aus aller Welt, die die CITES-Richtlinien entwickeln und darauf basierend Resolutionen entwerfen, über die dann später bei der Konferenz der CITES-Unterzeichnerstaaten abgestimmt wird. Ein Thema der Tagung in diesem Monat wird der Elefantenschutz sein; dabei wird es auch um das illegale Töten von Elefanten und den Elfenbeinhandel gehen.

Im Jahr 2011 wurden über 23 Tonnen illegalen Elfenbeins durch Polizei oder Zoll beschlagnahmt.

Das Jahr 2012 verspricht keine große Abweichung von diesem Trend. Zum ersten Mal seit Jahren wird wieder von massiver Wilderei im gesamten Verbreitungsgebiet der Elefanten in Afrika berichtet. Es sind seit neuestem auch Populationen im südlichen Afrika betroffen, die lange Zeit als sicher galten. 

Im Rahmen von Ermittlungen, die der IFAW kürzlich in China angestellt hat, stellte sich heraus, dass seit dem Jahr 2008, als die CITES grünes Licht für den legalen Verkauf von Elfenbein-Lagerbeständen vier südafrikanischer Staaten an China und Japan gegeben hatte, die Wilderei sprunghaft angestiegen war.

Das zunehmende Töten von Elefanten darf nicht einfach ignoriert werden, deshalb wohnen IFAW-Experten der anstehenden CITES-Tagung bei und sorgen mit dafür, dass die Entscheidungen der Länderdelegierten im besten Interesse der Elefanten und der Erhaltung ihrer Art getroffen werden.

Ignoriert werden dürfen auch nicht die Millionen IFAW-Unterstützer aus aller Welt, die sich in den vergangenen Jahren für die Elefanten ausgesprochen haben. 

Der Ständige Ausschuss der CITES tagt vom 23. bis 27. Juli 2012. Bleiben Sie dran, um den neuesten Stand der Dinge zu erfahren. 

--PT

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien