Einsatz für den Tierschutz über den Atlantik hinweg

US-amerikanische und europäische Tierschutzorganisationen kommen zur 3. Konferenz des Transatlantischen Tierschutzrats (Transatlantic Animal Welfare Council – TAWC) in Washington, D.C. zusammen.

Diese 2009 gegründete Plattform bringt die weltweit führenden Tierschutz-NGOs zusammen. Sie dient dem Austausch von Erfahrungen und Wissen auf dem Gebiet des Tierschutzes (Link zur Agenda und zur Teilnehmerliste). 

Cindy Milburn vom Internationalen Tierschutz-Fonds wird den Vorsitz führen und Redner des US-Handelsministeriums und der Delegation der Europäischen Kommission in Washington sowie einen Vertreter des Transatlantischen Verbraucherdialogs willkommen heißen.

Die Verbraucherorganisationen gründeten ihre transatlantische Plattform 1998 und beraten seitdem die amerikanische sowie die europäischen Regierungen in Sachen Verbraucherschutz.

Auf den ersten beiden Konferenzen des TAWC tauschte man sich hauptsächlich darüber aus, wie in der EU und den USA mit dem Thema Tierschutz umgegangen wird. Welche Unterschiede und Ähnlichkeiten gibt es in der Wahrnehmung und Behandlung von Tieren durch die allgemeine Bevölkerung, Politiker, Wissenschaftler, Verbraucher und weitere Akteure? Bestimmt unsere Kultur, ob wir gut oder grausam zu den Tieren sind? Gibt es unterschiedliche Verhaltensweisen abhängig davon, ob man diesseits oder jenseits des Atlantiks zuhause ist?

Als Tierschützer und -fürsprecher faszinieren mich solche Fragen, vor allem aber, wie wir das Verhalten und die Wahrnehmung verändern können. Es ist egal, wo man lebt: Menschen sind immer Menschen und Tiere sind immer Tiere. Damit soll gesagt sein: Alle Tiere erleiden Schmerzen und Ängste, egal, ob sie in Brüssel oder Boston leben. Und Menschen in Madrid sorgen sich gleichermaßen um ihre Haustiere und empören sich über Tierquälerei wie Menschen in Montana.

Früher glaube ich, dass sich die Amerikaner stark von den Europäern unterscheiden, bemerkte aber schnell, dass die Unterschiede zwischen einem Italiener und einem Finnen weitaus größer sein können als die zwischen einem Europäer und einem Amerikaner. 

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie ähnlich wir uns doch sind, lesen sie das exzellent geschriebene Buch von Peter Baldwin mit dem Titel  “The Narcissism of Minor Differences: how America and Europe are alike” (Der Narzissmus der kleinen Differenzen: wie Amerika und Europa sich gleichen).

Diese Betrachtung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten ist der Hauptzweck des Transatlantischen Tierschutzrats. 

Was können wir voneinander lernen und wie können wir kooperieren und einander helfen, um so Tieren in den USA, der EU und dem Rest der Welt besser helfen zu können?

-Sonja Van Tichelen

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Erica Martin, Vizepräsidentin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Vizepräsidentin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Sonja Van Tichelen, Regionaldirektorin Europäische Union
Regionaldirektorin Europäische Union