Eine Reise zu den Walhaien
Das Verschwinden der Haie nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Viele Bestände sind weltweit auf 20 Prozent oder weniger ihrer Ursprungsgröße zusammengeschrumpft. Eine der Hauptursachen ist das so genannte Shark Finning – den Haien werden die Flossen abgeschnitten, um daraus Suppe zu machen, der Rest wird einfach wieder ins Meer gekippt. Diese grausame Praxis wird sich mehr und mehr auch auf marine Ökosysteme auswirken, denn Haie sind nicht die grausamen Killer, als die sie oft dargestellt werden, sondern ein essentieller Bestandteil aller marinen Ökosysteme.
Die einzige Möglichkeit, sie global zu schützen, läuft über eine intensive Kontrolle des Handels, wie es nur das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gewährleisten kann. Im März 2013 stehen drei Anträge zum Schutz einiger der am stärksten gefährdeten Haiarten in Bangkok von der Weltgemeinschaft zur Entscheidung an.
Wir vom IFAW arbeiten bereits intensiv daran, bei den Mitgliedsländern für diese Anträge zu werben. Dies ist uns gemeinsam mit anderen bereits in der Vergangenheit z.B. für Walhaie gelungen. Obwohl Walhaie bei weitem die größten Fische der Welt sind - sie können bis zu 20 m lang werden - ist nur wenig über sie bekannt. Dennoch wären sie fast schon ausgestorben. Die Listung bei CITES wird ihnen hoffentlich eine Atempause und die Chance zur Erholung geben.
Ich hatte das Glück, diesen faszinierenden Tieren während mehrerer Tauchexpeditionen im Rahmen des Filmprojekts „Sharkquest“ zu begegnen. In Vorträgen in mehreren Städten berichte ich derzeit über meine Unterwasser-Erfahrungen und erzähle mehr zur bedrohten Situation der Walhaie.
Nächster Termin: 17. Januar 2013
Wann: 19.30 Uhr
Wo: Zoologisches Institut der Universität Hamburg
Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg,
Der Eintritt ist frei!
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