Donald Trumps Söhne geben kein gutes Beispiel ab

Donald Trump Jr. hält den Schwanz eines Elefanten, den er vermutlich gerade getötet hat.Mit großer Empörung nahm ich Notiz von den kürzlich veröffentlichten Bildern von Donald Trump Jr. und seinem Bruder Eric auf einer Safari in Afrika im Jahr 2010, auf der sie mehrere Tiere, u.a. einen Elefanten, einen Leoparden, ein Krokodil, einen Kudu, eine Zibetkatze und einen Wasserbock gejagt und erlegt hatten.

Statt die wunderbare Gelegenheit zu nutzen, wilde Tiere einmal in ihrem natürlichen Umfeld zu erleben, waren sie am Ende doch wieder nur zwei von vielen Amerikanern, die in einem fremden Land wilde Tiere einfach nur „zum Spaß“ jagen.

Durch Wilderei, Lebensraumverlust, Tötungen durch Menschen in Mensch-Tier-Konflikten und den Handel mit exotischen Haustieren und mit Tierteilen, etwa als Trophäen oder als Zutaten der traditionellen asiatischen Medizin, sind wildlebende Tiere auch so bereits zahllosen Bedrohungen ausgesetzt und viele Arten befinden sich an der Schwelle zum Aussterben. Jedes Jahr werden immer noch Hunderte gefährdete Afrikanische Löwen als Sport getötet und in die USA importiert. Und vor kurzem erst wurden in Kamerun zwischen 300 und 400 Elefanten wegen ihres Elfenbeins geschlachtet. Es besteht kein Zweifel daran, dass Wildtiere sich in einer Krisensituation befinden.

Als Person des öffentlichen Lebens mit berühmtem Vater glaubt Donald Jr. also tatsächlich das Problem noch weiter verschärfen zu müssen, indem er selbstgefällig einen Elefantenschwanz in die Höhe hält und gleich auch noch das Messer dazu, mit dem er ihn abgesäbelt hat? Mussten sie wirklich ein Krokodil an einem Baum aufhängen? Haben sie denn schon völlig vergessen, dass GoDaddy-Geschäftsführer Bob Parsons heftige Reaktionen ausgelöst hat, nachdem ein Video von seiner Elefantenjagd plötzlich im Netz auftauchte? Amerikaner finden es generell nämlich gar nicht so toll, wenn man ohnehin stark bedrohte Arten auch noch dekadent erlegt.

Die Krönung des Ganzen ist, dass die Trumps sich auch noch wie Helden fühlten, weil sie das Fleisch der erlegten Tiere an die Dorfbewohner spendeten. Eine wirklich heldenhafte Tat wäre es hingegen gewesen, die Jagd sein zu lassen und stattdessen einen klitzekleinen Teil des Vermögens ihres Vaters sowohl den Dorfbewohnern als auch Projekten zum Schutz der lokalen Tierwelt zur Verfügung zu stellen.

--JF

Kommentare: 2

 
Gast
2 Jahre ago

and no character

 
Gast
2 Jahre ago

His qualification? => Daddy´s son..

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