Die Vermittlung des Tierschutzgedanken an die junge Generation

Die Kinder waren zwischen neun und zehn Jahre und insgesamt waren ca. 120 von ihnen da. Sie bekamen eine, wie ich hoffe, interessante Lehrstunde über Elefanten, Elfenbeinhandel, Elefantenschutz und den Internationalen Tierschutzfonds. Ich freue mich immer, wenn meine sechsjährige Tochter dieses Kinderlied über ein Elefantenbaby im Wald singt, das sich am Schwanz seiner Mutter festhält, um nicht verloren zu gehen.

Kinder lieben Elefanten einfach.

Babyelefanten sind mit ihren kleinen Rüsseln und Ohren unglaublich niedlich, Elefantenkälber haben die besten Mamas der Welt und Elefantenbullen sind große starke Papas, die vor keinem Angst haben. Elefanten liefern alle Zutaten für zahlreiche tolle Geschichten und Lieder.

Kein Wunder, dass es Kinder schockiert, wenn sie erfahren, dass Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet werden; sogar die kleinen, deren Stoßzähne gerade erst zu wachsen beginnen.

Dass die Tiere massenweise getötet werden und dass Elefanten in Zukunft vielleicht nur in Geschichten und Liedern lebendig vorkommen, falls die Wilderer niemand aufhält, ist genauso schockierend. Da ist es das Einfachste, wenn ich mich vor meiner Tochter als heldenhafter Papa darstelle, indem ich ihr erzähle, dass ich die Bösewichte verjage und die Elefanten rette.

Und im Moment belasse ich es auch noch genau dabei.

Ha!

Aber wissen Sie, meine Tochter ist auch erst sechs Jahre alt. Ihre kleine Elefantenwelt ist noch intakt.

Das ändert sich, wenn die Kinder neun oder zehn werden. Sie verstehen dann besser, worum es in unserer Welt geht: Warum ein armer Mann in Afrika ein Tier tötet, um seine Familie zu ernähren, den Wert des Geldes, den Überlebensinstinkt, das Streben nach Status, Macht und Besitztümern.

Das ist ein guter Zeitpunkt, der jungen Generation die wahre Geschichte hinter der Elefantenwilderei und dem weltweiten Elfenbeinhandel zu erzählen. Warum der Elfenbeinhandel jetzt gestoppt werden muss, bevor es zu spät ist.

Tierschützer warnen schon seit langem davor, dass viele Arten, einschließlich der Elefanten, im Jahr 2050 ausgestorben sein werden, wenn wir nicht handeln. Diese Kinder werden das Jahr 2050 erleben. Ich hoffe, dass ich das auch tue, aber es könnte gut mein letztes Jahr sein.

Die Zukunft der Elefanten liegt also ganz klar in den Händen der neuen Generation. Deshalb müssen wir den jungen Leuten beibringen, dass sie es besser machen müssen als wir. Daran hängen die Zukunft der Elefanten und auch die Zukunft der Menschen.

Ein Grund zur Hoffnung ist die Tatsache, dass diese Kinder verstehen und auch wirklich handeln wollen, während so viele Erwachsene uneinsichtig bleiben. Deshalb stehe ich auch so gerne immer mal wieder in einem Klassenzimmer.

Die Kinder waren zwischen neun und zehn Jahre und insgesamt waren ca. 120 von ihnen da. Sie bekamen eine, wie ich hoffe, interessante Lehrstunde über Elefanten, Elfenbeinhandel, Elefantenschutz und den Internationalen Tierschutzfonds.

Es freute mich außerdem sehr zu hören, dass das Gelernte am Abend direkt von den Kindern an die Eltern weitergegeben wurde und auch alle Kinder am Marsch der Elefanten teilnahmen.

--RR

Auch Sie können am Marsch der Elefanten teilnehmen, indem Sie hier klicken.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
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Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
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