Der letzte Raubzug – eindrucksvoller Dokumentarfilm über den illegalen Wildtierhandel

Der letzte Raubzug – eindrucksvoller Dokumentarfilm über den illegalen WildtierhandelVor etwa drei Jahren rief mich der preisgekrönte Dokumentarfilmer Jakob Kneser an. Kurz zuvor hatten im Bouba Njida Nationalpark in Kamerun Wilderer aus dem Tschad und Sudan Hunderte Elefanten brutal abgeschlachtet. In nur wenigen Wochen löschten sie über die Hälfte der gesamten Elefantenpopulation des Parks aus.

Dank einer riskanten Mission unserer französischen Kolleginnen, die mit Journalisten an den Tatort reisten, gingen die Bilder dieses schrecklichen Massakers um die Welt. Seit Jahren hatte der IFAW schon gegen den illegalen Elfenbeinhandel und die Wilderei gekämpft, aber erst durch diese Tragödie erkannten viele Journalisten und Politiker, was für eine schwere Krise sich fast unbemerkt in vielen Ländern Afrikas und Asiens entwickelt hatte.

Auch Regisseur Jakob Kneser hatte einen Artikel über die Wilderei Krise gelesen, der ihn so sehr schockierte, dass er beschloss, seinen nächsten Film über die Wildtierkriminalität zu drehen. Ich berichtete ihm von der Arbeit des IFAW gegen die Wilderei, erzählte von unseren Elefanten- und Habitat-Projekten und von unserer Kampagne gegen den illegalen Wildtierhandel. Im Lauf der Zeit interviewte er mehrere IFAW Experten aus Kenia, Südafrika, China, den USA und Deutschland, die ihre Expertise und Einsichten in eine Thematik teilten, die naturgemäß schwer zu recherchieren ist. Schließlich geht es um ein illegales Geschäft mit gigantischen Profiten, betrieben von globalen Syndikaten, die vor drastischen Maßnahmen nicht zurückschrecken, wenn es darum geht, sich und ihren tödlichen Handel zu schützen.

Mehrfach mussten die Dreharbeiten verschoben werden, weil es den Filmemachern nicht gelang, das nötige Budget zusammen zu bekommen – und das obwohl bereits 16 internationale Fernsehsender mit im Boot waren. Es ist immer wieder bedauerlich, zu sehen, wie schwierig es heutzutage für Dokumentarfilmer geworden ist, solche wichtigen Projekte zu realisieren. Aber irgendwann konnte der Dreh für „Der letzte Raubzug“ beginnen und die Crew filmte mit IFAW Kollegen in China, Kenia und den USA. Grace Gabriel, Leiterin des IFAW in China, ist eine wichtige Stimme im Film als Expertin aus einem der Hauptabnehmerländer für Elfenbein und Rhinozeros-Horn.

Dieser wichtige Film eröffnet Einblicke in ein grausames Geschäft, das normalerweise im Verborgenen stattfindet. Er ist schockierend und erhellend und lässt keinen Zweifel daran, dass weltweit dringend und radikal gehandelt werden muss, wenn dieses Massaker aufhören soll. Ein Südafrikaner im Film bringt es auf den Punkt: „Es ist ein Krieg und wir verlieren ihn!“

Sehen Sie hier den Trailer zu "Der letzte Raubzug".

Dörte von der Reith

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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
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