Das Massaker ist vorüber, doch das ist kein Grund zum Feiern

Die Wilderer kamen auf Pferden aus dem Tschad und Sudan mit automatischen Waffen und nur einer einzigen Mission in den Park: So viele Elefanten wie möglich zu töten.

Die Mission haben sie mehr als erfüllt. Wahrscheinlich wurde fast die Hälfte aller Elefanten im Bouba Njida-Nationalpark getötet. Bislang wurden über 300 Elefanten gezählt. Die Wilderer hatten Einheimischen gegenüber behauptet, 650 Elefanten getötet zu haben. Doch wie viele Elefanten es letztendlich auch sind, eins ist sicher: die Tiere wurden wegen ihres Elfenbeins getötet, das zu Schnitzfiguren, Essstäbchen, Stempeln und Schmuckstücken weiterverarbeitet wird. Diese Gegenstände erwerben dann zum Großteil wohlhabende Chinesen.

Als Kameruns Regierung endlich eine Eingreiftruppe von 600 Soldaten sowie einen Helikopter und drei Ultraleicht-Flugzeuge entsandte, war es längst zu spät. Die Tötungen hatten schon Anfang Januar begonnen, doch die Regierung ließ sich mit dem Eingreifen bis März Zeit, als immer mehr Negativberichterstattung sie förmlich zwang, das Massaker zu stoppen. Die Soldaten sind nicht für Anti-Wilderer-Einsätze ausgebildet und waren den Wilderern weit unterlegen. Immerhin konnten sie den Park mittlerweile absichern und werden dort auch noch bis April bleiben.

Die Wilderer haben den Park verlassen und befinden sich vermutlich in der Zentralafrikanischen Republik und/oder im Tschad.

Der Leiter der EU-Delegation im Sudan hat den sudanesischen Minister für Umwelt und Tourismus darüber informiert, dass einige sudanesische Wilderer dem Rizeigat-Stamm angehören.

Es ist keine Überraschung, dass Geld der Hauptanreiz für die Wilderer ist. Sie werden das Elfenbein auf dem Schwarzmarkt verkaufen, um von dem Erlös dann Waffen für Guerillakämpfe oder terroristische Aktivitäten zu beschaffen.

Sie können den Kampf gegen die Wilderei unterstützen, indem Sie unsere Petition „Nein zum Elfenbein“ unterzeichnen.

-CSB

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Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
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Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften