CITES-Konferenz widmet sich endlich den wirklich wichtigen Dingen für Elefanten

CITES-Konferenz widmet sich endlich den wirklich wichtigen Dingen für Elefanten [image caption] Wilderer richteten im Januar 2012 auf ihrer Jagd nach Elfenbein in Kamerun ein Elefanten-Massaker an, dem mindestens 200 Tiere zum Opfer fielen. © Boubandjida Safari LodgeBei der 16. Vertragsstaatenkonferenz des Abkommens über den Internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES), die vom 3. bis 14. März in Bangkok stattfindet, werden wie immer auch die Elefanten und der Elfenbeinhandel Thema sein.

Erfreulicherweise wird es aber in diesem Jahr zum ersten Mal seit 15 Jahren nicht um Anträge für den Verkauf von Elfenbein-Lagerbeständen gehen. Die Debatten können stattdessen voll und ganz dem Schutz der Elefanten gewidmet werden und ganz besonders der Frage, was gegen die derzeitige Wildereikrise zu tun ist. Die Elefanten stehen nämlich wieder einmal in der Schusslinie.

2011 war das Jahr mit den meisten Beschlagnahmungen illegal gehandelten Elfenbeins in großen Mengen seit Beginn detaillierter Aufzeichnungen – insgesamt wurden 23 Tonnen aufgegriffen. Ersten Schätzungen zufolge war das Jahr 2012 für Elefanten sogar noch verheerender.

Bei der diesjährigen Konferenz wird es nun also endlich ernsthafte Debatten über die Umsetzung des African Elephant Action Plan (AEAP) geben können, ein von Elefanten-Verbreitungsstaaten gemeinsam verabschiedeter Maßnahmenkatalog für den Schutz der afrikanischen Elefanten. Oberste Priorität in diesem Plan haben Maßnahmen gegen die Wilderei und den illegalen Handel. Es wird außerdem die Frage diskutiert werden, wie man durch die Finanzierung eines African Elephant Fund (AEF) die Umsetzung des AEAP unterstützen kann.

Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) beglückwünscht die Regierung von Tansania zu ihrer Entscheidung zur Rücknahme ihres Antrags auf Genehmigung des Elfenbeinhandels. So können die Debatten auf der diesjährigen CITES-Konferenz endlich um die wirklich wichtigen Dinge geführt werden.

CITES hat nun die Gelegenheit zu beweisen, dass es ein Artenschutzabkommen ist und nicht nur eine Einrichtung zur Förderung und Regulierung des Handels.

--JB

Mehr Informationen zur 16. Vertragsstaatenkonferenz in Bangkok finden Sie auf unserer CITES-Seite.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien